AfD kämpft in Baden-Württemberg um historischen Wahlerfolg mit radikalen Forderungen
AfD beenden Wahlkampf in Rottweil - AfD kämpft in Baden-Württemberg um historischen Wahlerfolg mit radikalen Forderungen
Die Alternative für Deutschland (AfD) hat ihren Wahlkampf für die Landtagswahl in Baden-Württemberg abgeschlossen. Die Parteispitze nutzte die Abschlusskundgebung, um für ein starkes Ergebnis zu werben – mit dem Ziel, mehr als 20 Prozent der Stimmen zu erreichen. Im Mittelpunkt des Programms standen Energiepolitik, Bürokratieabbau und Kritik an der Wirtschaftspolitik der amtierenden Landesregierung.
Beim Finale der Kampagne rief Co-Parteichef Tino Chrupalla die Anhänger auf, einen "historischen Sieg" zu erringen. Er warf den regierenden Parteien vor, die Automobilindustrie und den Mittelstand in Baden-Württemberg geschwächt zu haben. Seine Rede griff die zentrale Botschaft der AfD auf: die Ablehnung dessen, was die Partei als gescheiterte Energie- und Industriepolitik bezeichnet.
Das Wahlprogramm der AfD sieht unter anderem eine Rückkehr zu Kernkraft und Kohle vor, um eine stabile und kostengünstige Stromversorgung zu gewährleisten. Zudem fordert die Partei einen radikalen Bürokratieabbau, die Umwidmung von 400 Millionen Euro aus Erneuerbare-Energien-Projekten sowie Anreize für Wohneigentum – darunter einen Zuschuss von 20.000 Euro und Steuererleichterungen für Baukredite. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Verschärfung der Schulsdisziplin durch einen neuen Verhaltenskodex.
Auch Co-Vorsitzende Alice Weidel sprach zu den Unterstützern und unterstrich den Aufruf zum Wandel. Die AfD präsentierte sich als einzige glaubwürdige Alternative zu CDU und Grünen und versprach, im Falle eines Wahlsiegs innerhalb von 100 Tagen erste Maßnahmen umzusetzen. Auffällig war das Fehlen des Landesvorsitzenden Markus Frohnmaier, der sich auf einer Reise in den USA befand. Seine Abwesenheit trübte jedoch nicht den Schwung der Partei, die auf ein klares Votum der Wähler hofft.
Kritik an den etablierten Parteien zog sich wie ein roter Faden durch den Wahlkampf. Die AfD argumentierte, ideologisch geprägte Ausgaben und Untätigkeit hätten die Wettbewerbsfähigkeit des Landes geschädigt. Statt "leerer Versprechungen" der Konkurrenten setze man auf pragmatische Lösungen, betonte die Partei.
Mit ehrgeizigen Zusagen zu Energie, Wohnen und Bildung endete der AfD-Wahlkampf in Baden-Württemberg. Die Parteiführung stellte die Wahl als Chance dar, den wirtschaftlichen Niedergang und die Bürokratielast zu überwinden. Nun bleibt abzuwarten, ob die Botschaften der AfD bei genug Wählern Anklang gefunden haben.
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