"Opferpopp 2.0": Ein immersives Requiem für vergessene Jugendgeschichten im Thalia Theater Halle
"Opferpopp 2.0": Ein immersives Requiem für vergessene Jugendgeschichten im Thalia Theater Halle
Am 5. März 2026 eröffnet im nt-Schaufenster des Thalia Theaters Halle die immersive Theaterinstallation Opferpopp 2.0 – Ein Requiem. Die Produktion verwandelt den Raum in das Klubhaus Kluth, eine Mischung aus Ausstellung, Club und Performance-Ort. Sie setzt den verschollenen Leben und vergessenen Geschichten ein Denkmal – insbesondere denen junger Menschen, die Gewalt und Ausgrenzung erlebten.
Das Projekt greift Rainald Goetz' Stück Opferpopp von 1985 auf, das ursprünglich an den Münchner Kammerspielen uraufgeführt wurde. Kein Mitglied der damaligen Besetzung – darunter Sophie Rois, Michael Maertens und Dagmar Manzel – ist heute noch öffentlich oder künstlerisch aktiv. Die Neuinszenierung unter der Regie von Mirko Borscht und mit dem Videokünstler Hannes Hesse stellt die Frage: Was wurde aus ihnen? Sie verfolgt die Lebenswege junger Laiendarsteller:innen, die einst ihre Erfahrungen von Vernachlässigung und Trauma teilten.
Die Installation ist an zwölf Abenden bis zum 22. März 2026 zu erleben. Jeder Abend widmet sich einem anderen Thema und hinterfragt Klischees über "Problemkinder" und gesellschaftliche Ausgrenzung. Die Besucher:innen bewegen sich frei durch den Raum – ohne feste Bühne oder vorgegebenes Drehbuch.
Das Klubhaus Kluth ist Alexander Kluth gewidmet, einem ursprünglichen Ensemblemitglied, das 2025 starb. Der Ort wird zum Raum der Erinnerung und Begegnung, explizit offen für junge Menschen ab 14 Jahren. Angesichts des Schwunds öffentlicher Jugendtreffs schafft das Projekt einen Gegenentwurf.
Die Installation ist der nächste Teil der Reihe ERINNERN IST HEIMAT des Thalia Theaters. Sie verbindet Performance, Geschichte und Gemeinschaft und bietet einen Ort, um Verlust und Widerstandskraft zu thematisieren. Die Premiere beginnt am 5. März um 19 Uhr; Karten sind über die Website des Theaters erhältlich.
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"Opferpopp 2.0": Ein immersives Requiem für vergessene Jugendgeschichten im Thalia Theater Halle
Was wurde aus den "Problemkindern" von einst? Die Installation Opferpopp 2.0 holt ihre Geschichten zurück – zwischen Performance, Trauma und Hoffnung. Ein Raum, der zum Mitdenken einlädt.