Ruhrfestspiele 2025: Ein iranisches Drama zwischen Hoffnung und Absage
Ruhr Festival Beginnen mit iranischem Drama auf Persisch - Ruhrfestspiele 2025: Ein iranisches Drama zwischen Hoffnung und Absage
Die diesjährigen Ruhrfestspiele 2025 eröffnen mit einem packenden Drama über iranische Flüchtlinge – vollständig auf Persisch aufgeführt. Doch der Start des Festivals, das vom 1. Mai bis 13. Juni unter dem Motto "Schock und Staunen" stattfindet, steht vor einer großen Ungewissheit: Sollte die Besetzung nicht aus dem Iran anreisen können, wird die Produktion ersatzlos gestrichen, warnen die Veranstalter.
Da die Hauptspielstätte derzeit wegen Renovierungsarbeiten geschlossen ist, finden die Aufführungen in einem provisorischen Zelt mit fast 500 Plätzen statt. Die Eröffnung am 3. Mai wird die Schriftstellerin Ursula Krechel mit einer Rede gestalten – den Auftakt zu einem Programm voller Weltpremieren, Deutschlandpremieren und Auftritten von Stars wie Katja Riemann, Katharina Thalbach und Joachim Król.
Im Mittelpunkt des Festivals steht "Das Kind" des iranischen Autors Naghmeh Samini. Das Stück begleitet drei Frauen und ein Kind, die an einer europäischen Grenze gestrandet sind, und thematisiert Vertreibung und Überlebenskampf. Regie führt Fatemeh Motamed-Arya, deren Theatergruppe aus Teheran seit Monaten über WhatsApp in engem Austausch mit den Organisatoren steht.
Doch die Anreise der Schauspieler:innen nach Recklinghausen gestaltet sich angesichts der anhaltenden Konflikte im Nahen Osten zu einer logistischen Herausforderung. Festivalleiter Stefan Kimmig arbeitet mit dem Auswärtigen Amt daran, die Reise zu ermöglichen. Scheitern die Visa- oder Flugbuchungen, fällt die Vorstellung aus – eine Absage, die für sich genommen bereits eine deutliche Botschaft über die Realität von Künstler:innen aus Krisenregionen senden würde.
"Das Kind" wird vom 4. bis 6. Mai in persischer Sprache mit deutschen und englischen Untertiteln aufgeführt. Das Publikum erlebt – sofern die Gruppe sicher einreist – eine seltene Inszenierung zeitgenössischen iranischen Theaters.
Ob die Ruhrfestspiele wie geplant beginnen können, hängt nun davon ab, ob die iranischen Schauspieler:innen Deutschland erreichen. Gelingt es, wird ihre Aufführung zu einem seltenen kulturellen Austausch unter schwierigsten Bedingungen. Scheitert die Anreise, bleibt die leere Bühne ein stummer Mahnmal für die Hindernisse, mit denen Künstler:innen heute konfrontiert sind.
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