Luxusuhrenmarkt im Wandel: Chinas Nachfrageschwäche trifft auf sinkende US-Zölle

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Ein Gemälde an der Wand mit einer Uhr mit Designs auf ihrem Zifferblatt.

Luxus-Uhren leichter verfügbar - Wartezeiten sinken - Luxusuhrenmarkt im Wandel: Chinas Nachfrageschwäche trifft auf sinkende US-Zölle

Veränderungen im Luxusuhrenmarkt: Nachfrageschwäche in China und Zollsenkungen im Blick

Der Markt für Luxusuhren durchläuft bemerkenswerte Veränderungen, da sich die Nachfrage verschiebt und Handelspolitik anpasst. Eine abnehmende Kaufbereitschaft Chinas für hochpreisige Güter prägt die Absatzmuster neu, während bevorstehende Zollsenkungen den Herstellern Entlastung versprechen. Gleichzeitig verkürzen sich die Wartezeiten für Käufer, und der stationäre Handel erlebt eine Renaissance.

Chinas Antikorruptionsmaßnahmen haben die Nachfrage nach europäischen Luxusmarken – darunter auch Uhren – gedämpft. Besonders betroffen ist der Gebrauchtmarkt, wo die Preise aufgrund nachlassenden Interesses deutlich gesunken sind.

Ab 2025 werden die US-Zölle auf Schweizer Uhrenimporte von derzeit 25 auf 15 Prozent sinken und damit dem EU-Niveau entsprechen. Diese Senkung verringert die Kosten für deutsche Uhrenhersteller, die auf Schweizer Uhrwerke angewiesen sind. Bisher hat jedoch keine große Marke öffentlich bekannt gegeben, die Wartezeiten aktiv verkürzen zu wollen. Stattdessen setzen Unternehmen wie A. Lange & Söhne, Glashütte Original und Nomos Glashütte auf kontrollierte Produktion, Qualität und eine stetige Verteilung. Verbesserte Verfügbarkeit resultiert eher aus schrittweisen Produktionssteigerungen und einer optimierten Händlerzuteilung als aus gezielten Maßnahmen zur Reduzierung der Wartezeiten. Trotz fehlender offizieller Strategie zur Verkürzung der Lieferfristen haben sich die Wartezeiten für Luxusuhren dennoch verringert. Gleichzeitig verlagern sich die Verkäufe zurück in die stationären Geschäfte – ein Gegenentwurf zum Trend hin zu Online- und Gebrauchtmarkttransaktionen.

Die Branche passt sich den neuen Rahmenbedingungen an: Zollanpassungen kommen den Herstellern zugute, während sich die Nachfragestrukturen wandeln. Kürzere Wartezeiten und die Rückkehr zum klassischen Einzelhandel deuten auf einen Markt im Umbruch hin. Die vollständigen Auswirkungen dieser Entwicklungen werden sich zeigen, sobald die neuen Handelsregelungen im kommenden Jahr in Kraft treten.

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