Gentges fordert gerechtere Verteilung ukrainischer Geflüchteter in Europa

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Zwei M├Ąnner und eine Frau stehen vor einem Stuhl und einem Tisch mit runden Gegenst├Ąnden, mit einer wei├čen Bank links, einem wei├čen Banner mit Text dahinter und verschiedenen Bannern, Vorh├Ąngen und einer wei├čen Tafel mit Text im Hintergrund.

Gentges fordert gerechtere Verteilung ukrainischer Geflüchteter in Europa

Justiz- und Migrationsministerin von Baden-Württemberg, Marion Gentges, hat sich zur ungleichen Verteilung ukrainischer Geflüchteter in Europa geäußert. Sie betonte, dass Deutschland – und ihr Bundesland im Besonderen – weit mehr Menschen aufgenommen habe, als angemessen sei.

Aktuell beherbergt Deutschland rund 1,25 Millionen Geflüchtete aus der Ukraine. Gentges verwies darauf, dass Baden-Württemberg allein fast doppelt so viele Menschen aufgenommen habe wie ganz Frankreich. Sie forderte Frankreich auf, mehr Geflüchtete aufzunehmen, um die Last gerechter zu verteilen.

Angesichts der zunehmenden Ankunft ukrainischer Männer erwarte sie, dass bald die EU-Massenzuwanderungsrichtlinie greife, erklärte Gentges. Dies würde ein formelles Verteilungssystem zwischen den Mitgliedstaaten auslösen. Gleichzeitig prognostizierte sie, dass viele Ukrainer nach Kriegsende in ihre Heimat zurückkehren würden, da ihr Schutzstatus dann entfalle. Die Ministerin unterstrich, dass die aktuelle Situation Deutschland übermäßig belaste. Ihre Kritik richtete sich auf die Notwendigkeit einer faireren, europaweiten Lösung bei der Unterbringung von Geflüchteten.

Gentges’ Äußerungen fallen in eine Phase, in der Deutschland weiterhin mit einer hohen Zahl an Ankünften konfrontiert ist. Sollte die Massenzuwanderungsrichtlinie in Kraft treten, müssten andere EU-Länder möglicherweise mehr Geflüchtete aufnehmen. Die Ministerin machte zudem deutlich, dass der Schutzstatus der Ukraine in Deutschland mit dem Ende des Krieges enden werde.