Hammer vor dem Aus: Letzte Filialen schließen – Rettung unwahrscheinlich
Johanna JägerHammer vor dem Aus: Letzte Filialen schließen – Rettung unwahrscheinlich
Die anhaltende Krise bei der deutschen Baumarktkette Hammer hat eine weitere dramatische Wendung genommen. Trotz monatelanger Unsicherheit steht nach wie vor keine verbindliche Rettungslösung. Angesichts weiterer drohender Schließungen steht die Zukunft der verbleibenden Filialen auf der Kippe.
Die Probleme des Unternehmens ziehen sich bereits seit Monaten hin: Bis Ende März wurden 46 Standorte geschlossen, nur 41 Filialen blieben geöffnet – hier laufen seit Wochen Abverkäufe, um die letzten Bestände zu räumen. Anfang April startete die Kette in allen verbleibenden Märkten Räumungsverkäufe, in der Hoffnung, noch Käufer zu gewinnen.
Zwei potenzielle Investoren hatten zwar Interesse signalisiert, zogen ihre unverbindlichen Angebote später aber zurück. Damit blieb das Unternehmen ohne Rettungsanker, auch wenn inzwischen ein neuer Bieter ein vorläufiges Angebot vorgelegt hat. Ob daraus ein Deal wird, bleibt jedoch ungewiss.
Bis Ende April werden weitere 20 Filialen schließen, da die Warenbestände schwinden – dann sind nur noch 21 Standorte bis Ende Mai geöffnet. Der Insolvenzverwalter Stefan Meyer sucht weiterhin nach einer Lösung in letzter Minute. Doch die Zeit wird knapp: Alle Arbeitsverträge laufen im April 2026 aus, mit einer maximalen Kündigungsfrist von drei Monaten. Auch die Mietverträge für die Filialen enden fristgerecht zu diesem Stichtag.
Ein Zusammenbruch von Hammer scheint immer wahrscheinlicher, da kein konkreter Rettungsplan in Sicht ist. Die verbleibenden Märkte werden die Abverkäufe bis Ende Mai fortsetzen, danach werden alle Standorte geschlossen. Die Mitarbeiter müssen mit Entlassungen rechnen, und das Unternehmen wird abgewickelt – es sei denn, es kommt doch noch überraschend zu einer Einigung.






