18 April 2026, 14:09

Großdemo in Hamburg: Tausende fordern Ende der sexualisierten Gewalt

Eine Gruppe von Menschen hölt ein Transparent mit der Aufschrift "Kein Feminismus ohne trans Frauen" und Schilder in einem öffentlichen Raum mit einer Wand und einem Rollladen im Hintergrund.

Großdemo in Hamburg: Tausende fordern Ende der sexualisierten Gewalt

Tausende demonstrieren in Hamburg gegen sexualisierte Gewalt

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Am vergangenen Wochenende fand in Hamburg eine Großdemonstration gegen sexualisierte Gewalt statt, an der Tausende teilnahmen. Collien Fernandes, die kürzlich ihren Ex-Mann der Misshandlung bezichtigt hatte, sprach trotz massiver Anfeindungen und Drohungen zu den Versammelten.

Sichtlich bewegt und mit brüchiger Stimme stand Fernandes vor dem Hamburger Rathaus – in einer schusssicheren Weste und umgeben von Sicherheitskräften, nachdem sie Todesdrohungen von Männern erhalten hatte. Die Schauspielerin fragte, warum Opfer sich öffentlich äußern müssten, während Täter über ihre Taten schweigten.

Bei der Kundgebung berichteten weitere Frauen von ihren eigenen Gewalterfahrungen. Viele betonten, dass Misshandlung kein Einzelschicksal sei, sondern ein flächendeckendes, strukturelles Problem. Die Veranstalter schätzten die Teilnehmerzahl auf 22.000, die Polizei ging von 17.000 aus.

Die Demonstration endete mit dem Ruf "Wir wollen alle dasselbe – die Arschlöcher in die Elbe werfen!". Fernandes rief Frauen dazu auf, das Schweigen über sexualisierte Gewalt zu brechen und Konsequenzen für die Täter zu fordern. Ähnliche Proteste gab es bereits in Berlin, wo die Aktivistin Luisa Neubauer der Bundeskanzlerin vorwarf, sich nicht öffentlich hinter Betroffene zu stellen. Weitere Kundgebungen sind in Köln und München geplant.

Die Hamburger Demonstration unterstrich den anhaltenden Kampf gegen sexualisierte Gewalt und die Risiken, denen sich Frauen aussetzen, wenn sie sich zu Wort melden. Mit großen Teilnehmerzahlen und wachsender Dynamik setzt die Bewegung ihre Forderung nach strukturellen Veränderungen in ganz Deutschland durch.

Quelle