Alabali-Radovan lehnt Zwangsrückführungen von Syrern ab – und würdigt ihr Engagement
Johanna JägerAlabali-Radovan lehnt Zwangsrückführungen von Syrern ab – und würdigt ihr Engagement
Entwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan lehnt Forderungen nach Zwangsrückführungen von Syrern ab
Anlässlich einer Veranstaltung zum Jubiläum der Plattform „Neuanfang für Syrien“ positionierte sich Entwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan deutlich gegen aktuelle Debatten über Abschiebungen. Solche Diskussionen seien kontraproduktiv, betonte sie. Gleichzeitig würdigte die Ministerin das langjährige Engagement syrischer Gemeinschaften beim Wiederaufbau ihres Heimatlandes.
Alabali-Radovan machte klar, dass Syrier in Deutschland seit Jahren aktiv am Wiederaufbau Syriens mitwirken. Die Forderung, sie müssten „endlich“ einen Beitrag leisten, wies sie als verfehlt und frustrierend zurück. Ihre Arbeit sei vielmehr konkret und erfolgreich, so die Ministerin.
Viele Teilnehmer der Veranstaltung unterstützten ihre Haltung und unterstrichen ihre enge Verbindung zur deutschen Gesellschaft – bei gleichzeitiger Verpflichtung gegenüber der Zukunft Syriens. Die Ministerin warnte zudem, dass Debatten über Zwangsrückführungen unnötige Verunsicherung unter den Betroffenen schürten.
Darüber hinaus kündigte Alabali-Radovan Pläne an, das Fachwissen syrischer Diaspora-Gruppen stärker in die deutschen Entwicklungsprogramme einzubinden. Diese Menschen seien nicht nur entscheidend für den Wiederaufbau Syriens, sondern bereicherten auch die deutsche Gesellschaft in bedeutendem Maße, argumentierte sie.
Ihre Äußerungen fallen in eine Zeit andauernder Kontroversen über Migrations- und Abschiebepolitik. Die Aussagen der Ministerin lenken den Blick auf das anhaltende Engagement syrischer Gemeinschaften in Deutschland und deren doppelte Bedeutung für beide Länder. Die Bundesregierung strebt nun an, die Zusammenarbeit mit diesen Gruppen in künftigen Entwicklungsprojekten zu intensivieren.






