04 April 2026, 16:04

Streik bei BONBACK in Halle: NGG kämpft gegen Ost-West-Lohngefälle in Sachsen-Anhalt

Schwarze und weiße Gravur eines Mannes, der eine Schubkarre mit Kohle durch eine Fabrik schiebt, mit Rauch, der aus einem Schornstein aufsteigt, und verstreuten Gegenständen im Hintergrund.

Streik bei BONBACK in Halle: NGG kämpft gegen Ost-West-Lohngefälle in Sachsen-Anhalt

Arbeiter bei BONBACK in Star Park Halle Queis streiken heute und morgen wegen Lohnkonflikten

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) führt die Aktion an und fordert höhere Löhne für Beschäftigte in Sachsen-Anhalt. Das Unternehmen, früher unter dem Namen ARTIback bekannt, wurde vor zwei Jahren von der Schwarz Gruppe übernommen und später umfirmiert.

Die NGG wirft der Schwarz Gruppe vor, die deutlichen Lohnunterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland aufrechtzuerhalten. In Sachsen-Anhalt liegen die Monatsverdienste in der Lebensmittelbranche teilweise bei nur 900 Euro – mit Differenzen von 273 bis 2.274 Euro im Vergleich zu westdeutschen Regionen. Trotz jüngster Lohnerhöhungen – von 2.228–2.393 Euro im September 2022 auf 2.335–2.500 Euro im September 2023 – hinken die Gehälter weiterhin hinter den westdeutschen Werten her. Für die Tarifrunde 2026–2029 sind Steigerungen von 2,8 %, 2,7 %, 2,5 % und 2 % vorgesehen, doch diese bleiben unter den Branchenstandards.

Die NGG hat unter dem Motto "Reißt die Lohnmauer ein" zu weiteren Streiks aufgerufen. Ein Sprecher erklärte: "Wir weigern uns, die Billiglohnregion des Ostens zu bleiben." Betroffen ist auch MEG, ein zur Schwarz Gruppe gehörender Getränkehersteller in Weißenfels, wo die Belegschaft drei Tage lang die Arbeit niederlegt.

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Die Schwarz Gruppe, zu der auch Kaufland und Lidl gehören, hat sich bisher nicht öffentlich zu den Forderungen geäußert.

Die Streiks unterstreichen die anhaltenden Lohnungleichheiten in der ostdeutschen Lebensmittelbranche. Die NGG drängt auf sofortige Verbesserungen und kündigt weitere Arbeitskampfmaßnahmen an. Das Ergebnis könnte Tausende Beschäftigte in den Betrieben der Schwarz Gruppe in der Region betreffen.

Quelle