S11-Ausbau zwischen Köln und Bergisch Gladbach startet mit 836 Millionen Euro Budget
Noah KrügerS11-Ausbau zwischen Köln und Bergisch Gladbach startet mit 836 Millionen Euro Budget
Ausbau der S11 zwischen Köln und Bergisch Gladbach erhält Planungsgenehmigung – Bau kann beginnen
Der Ausbau der S-Bahn-Linie S11 zwischen Köln und Bergisch Gladbach hat die notwendige Planungsgenehmigung erhalten, sodass die Bauarbeiten nun voranschreiten können. Das 836-Millionen-Euro-Projekt umfasst den Bau eines zweiten Gleises, die Modernisierung von Bahnhöfen sowie einen neuen Haltepunkt in Köln-Kalk West. Pendler müssen sich jedoch ab 2026 auf längere Einschränkungen einstellen.
Ein entscheidender Schub für das Vorhaben kam durch die Zusage Nordrhein-Westfalens (NRW), das 305 Millionen Euro beisteuert. Damit beläuft sich das Gesamtbudget auf 836 Millionen Euro – davon stammen 531 Millionen vom Bund. Die DB InfraGO kann nun mit der Ausschreibung von Aufträgen beginnen und Gleissperrungen planen. Die erste größere Vollsperrung ist für Ostern 2026 vorgesehen. NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer erwartet, dass alle Baugenehmigungen noch in diesem Sommer vorliegen werden.
Wichtige Baumaßnahmen im Überblick: Zu den zentralen Verbesserungen gehören der zweigleisige Ausbau zwischen Köln-Dellbrück und Bergisch Gladbach, ein neuer Bahnhof in Köln-Kalk West sowie verlängerte Bahnsteige in Bergisch Gladbach, Köln Hauptbahnhof und Köln Messe/Deutz. Zudem werden alle Stationen von Köln-Holweide bis Bergisch Gladbach barrierefrei umgebaut. Nach Fertigstellung soll die S11 im Zehn-Minuten-Takt verkehren, in der Hauptverkehrszeit fast alle fünf Minuten.
Verzögerungen drohen trotz Fortschritt Trotz der positiven Entwicklung zeichnen sich Verzögerungen ab. Bergisch Gladbachs Erster Bürgermeister Ragnar Migenda deutete an, dass die Bauarbeiten möglicherweise erst Ende 2030 beginnen könnten – das ursprüngliche Fertigstellungsziel 2032 würde sich damit weiter nach hinten verschieben. Terminliche Überschneidungen mit anderen Projekten sorgen für zusätzliche Unsicherheit im Zeitplan.
Der Ausbau der S11 verspricht schnellere, häufigere Verbindungen und barrierefreien Zugang an wichtigen Stationen. Doch mit den ab 2026 bevorstehenden Baustellen und einem ungewissen Fertigstellungstermin müssen Pendler sich auf Jahre der Umstellungen einrichten. Eine aktualisierte Zeitplanung für die Fertigstellung des Projekts steht noch aus.






