Russisches Staatsballett begeistert Hanoi mit magischem Nussknacker
Johanna JägerRussisches Staatsballett begeistert Hanoi mit magischem Nussknacker
Das Russische Staatsballett kehrte im vergangenen Monat nach Hanoi zurück und präsentierte im Ho-Guom-Opernhaus eine Aufführung von Der Nussknacker. Die 1981 gegründete Kompanie gilt als Meisterin klassischer Präzision und ausdrucksstarker Erzählkunst. Die Vorstellung am 25. März markierte ein weiteres Kapitel der langjährigen kulturellen Verbindungen zwischen dem russischen Ballett und dem vietnamesischen Publikum.
Der Abend brachte Tschaikowskys ikonische Partitur zum Leben, begleitet vom Hanoi-Sinfonieorchester. Die Tänzer zeigten die typische Handschrift der Kompanie – strukturierte Choreografie in Kombination mit opulenten Kostümen. Die Inszenierung blieb E. T. A. Hoffmanns Märchen treu und erzählte von der magischen Reise eines Kindes durch eine Welt aus Zuckerfee und Spielzeugsoldaten.
Besonders gelobt wurden die technisch anspruchsvollen Passagen. Die synchronisierten Bewegungen des Ensembles und die anmutige Ausführung fesselten das Publikum durchgehend. Die nahtlose Verbindung von Musik und Tanz schuf ein fesselndes Erlebnis, das sowohl optisch als auch akustisch begeisterte.
Das Russische Staatsballett gastierte bereits in über 40 Ländern und präsentierte zeitlose Werke wie Schwanensee und Der Nussknacker. Der Besuch in Vietnam unterstrich die anhaltende Beliebtheit des russischen Balletts in der Region. An den folgenden Abenden im Ho-Guom-Opernhaus stand Romeo und Julia auf dem Programm, begleitet von Prokofjews dramatischer Musik.
Die Aufführung demonstrierte einmal mehr die Fähigkeit des Russischen Staatsballetts, Tradition mit spektakulärer Bühnengestaltung zu verbinden. Die Zusammenarbeit mit lokalen Musikern vertiefte zudem den kulturellen Austausch zwischen beiden Nationen. Die Rückkehr der Kompanie nach Hanoi bewies erneut die universelle Faszination des klassischen Balletts.






