Preisdruck in Deutschland erreicht höchsten Stand seit einem Jahr – Ifo-Institut warnt vor Inflationsrisiken
Noah KrügerPreisdruck in Deutschland erreicht höchsten Stand seit einem Jahr – Ifo-Institut warnt vor Inflationsrisiken
Preisdruck in Deutschland steigt stark an – Ifo-Institut meldet höchsten Stand seit einem Jahr
Laut den neuesten Daten des Ifo-Instituts nehmen die Preisdrucke in Deutschland deutlich zu. Der Ifo-Preisindikator kletterte im März auf 25,3 Punkte und erreichte damit den höchsten Wert seit einem Jahr. Ökonomen warnen, dass Unternehmen die gestiegenen Kosten zunehmend aggressiver an die Verbraucher weitergeben.
Der starke Anstieg folgt auf einen stetigen Aufstieg seit Februar, als der Indikator noch bei 20,3 Punkten lag. Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen, betonte, dass Unternehmen vermehrt höhere Ausgaben an ihre Kunden weiterreichen. Zudem wies er darauf hin, dass die ohnehin schon hohen Energiekosten die Inflation in den kommenden Monaten voraussichtlich weiter anheizen werden.
Besonders ausgeprägt waren die Preiserwartungen in der Industrie, wo der Indikator von 13 auf 20 Punkte hochschnellte. Auch im Baugewerbe gab es einen deutlichen Anstieg – hier verdoppelte sich der Wert von 10 auf 20,2 Punkte. Wohlrabe führte den Schub auf stark gestiegene Kosten für Rohöl, Gas und Strom zurück, die maßgeblich durch den anhaltenden Konflikt im Nahen Osten getrieben werden.
Doch nicht nur die Energiekosten belasten die Wirtschaft: Auch höhere Produktions- und Transportausgaben wirken sich mittlerweile branchenübergreifend aus. Unternehmen erhöhen daraufhin die Preise für Waren und Dienstleistungen.
Die aktuellen Zahlen deuten darauf hin, dass sich in Deutschland erneut inflationsfördernde Kräfte aufbauen. Da die Energiekosten weitere Preiserhöhungen auslösen, könnten Verbraucher und Unternehmen mit zusätzlichen finanziellen Belastungen konfrontiert werden. Die Ifo-Daten unterstreichen einen wachsenden Trend: Immer mehr Firmen passen ihre Preise an, um die steigenden Kosten auszugleichen.






