Regierung prüft Streichung der Steuervergünstigung für Handwerkerleistungen
Tobias LangRegierung prüft Streichung der Steuervergünstigung für Handwerkerleistungen
Die deutsche Regierungskoalition prüft die Abschaffung einer Steuervergünstigung für Handwerkerleistungen im Privatbereich. Derzeit können Haushalte Ausgaben für handwerkliche Arbeiten von der Steuer absetzen. Die geplante Maßnahme soll die Staatseinnahmen erhöhen, stößt jedoch bei Wirtschaftsverbänden auf Kritik.
Aktuell ermöglicht die Regelung Steuerzahlern, bis zu 20 Prozent der förderfähigen Handwerkerkosten geltend zu machen – begrenzt auf maximal 6.000 Euro pro Jahr, was eine Steersparnis von bis zu 1.200 Euro bedeutet. Die Koalition hat nun Gespräche mit Wirtschaftsverbänden aufgenommen, um die möglichen Folgen einer Streichung des Steuerbonus zu bewerten.
Ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums wollte die Berichte weder bestätigen noch dementieren. Unterdessen erklärten führende Mitglieder der oppositionellen CDU/CSU-Bundestagsfraktion, ihnen lägen keine Informationen über Pläne zur Abschaffung der Förderung vor.
Sollte die Änderung umgesetzt werden, drohen Hausbesitzern bei Renovierungen höhere Steuerlasten. Die Streichung würde zudem einen finanziellen Anreiz entfallen lassen, der bisher kleine Handwerksbetriebe gestärkt hat. Die endgültige Entscheidung der Regierung hängt von weiteren Beratungen und Steuerprognosen ab.






