14 June 2026, 14:02

Linke mobilisiert gegen Wehrregistrierung: Widerstand statt Meldebogen

"Unfollow Bundeswehr"

Linke mobilisiert gegen Wehrregistrierung: Widerstand statt Meldebogen

Linken-Partei-Veranstaltung in Deutschland: Wachsende Ablehnung der Wehrregistrierung

Eine Veranstaltung der Linken in Deutschland hat die zunehmende Opposition gegen die militärische Erfassung ins Rampenlicht gerückt. Die an junge Menschen gerichtete Zusammenkunft stand ganz im Zeichen von Reden gegen die Wehrpflicht und die jüngste Wiedereinführung verpflichtender Fragebögen für wehrpflichtige Männer.

Seit Januar 2023 müssen alle jungen Männer, die 2008 oder später geboren wurden, einen Meldebogen für die Wehrregistrierung ausfüllen. Bis Anfang Mai hatten jedoch etwa ein Viertel dies noch nicht getan – und riskieren damit Bußgelder. Die Bundeswehr erklärte, dass grundlegende Eignungstests, bekannt als der „Eierkornrollgriff“, zunächst nur für Freiwillige gelten sollen, da die Bearbeitungskapazitäten begrenzt seien.

Beim Anti-Wehrpflicht-Festival der Linken bestand das Publikum größtenteils aus jungen Leuten. Heidi Reichinnek, Vorsitzende der Bundestagsfraktion der Partei, fragte, wer freiwillig gekommen sei. Anschließend rief sie zum Widerstand auf und erklärte: „Nein zum Wehrdienst, nein zur Militarisierung und nein zu einer Regierung, die Entscheidungen gegen euch und ohne euch trifft!“

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Desirée Becker, Mitglied des Verteidigungsausschusses im Bundestag für die Linke, argumentierte, dass die Wehrpflicht die Bundeswehr nicht stärken werde. Sie behauptete, Wehrpflichtige verfügten nicht über die Fähigkeiten, um moderne Hochtechnologie-Waffensysteme zu bedienen. Justin Klemm, der selbst nicht mehr wehrpflichtig ist, pflichtete ihr bei und forderte, die Mittel stattdessen in soziale Programme zu stecken – statt jungen Menschen Waffen in die Hand zu drücken. Daniel Lücking, ein ehemaliger Soldat und Berater der Linken, bezeichnete die Wehrpflicht als überholt und schlug Sabotage als wirksamere Methode vor, um Konflikte heute zu beeinflussen.

Die Veranstaltung der Linken unterstrich ihre klare Haltung gegen die Wehrregistrierung und die allgemeine Wehrpflicht. Die Redner betonten, dass moderne Kriegsführung und gesellschaftliche Bedürfnisse eine traditionelle Wehrpflicht unzeitgemäß machten. Die Debatte dauert an, während die Regierung die neuen Meldepflichten durchsetzt.

Quelle