Klimawandel macht Sonnenstrahlung zur tödlichen Gefahr für die Haut
Sonnenstrahlung wird durch Klimawandel immer gefährlicher
Die zunehmende UV-Strahlung infolge des Klimawandels macht Sonnenexposition riskanter denn je. Allein 2023 wurden in Deutschland über 100.000 Menschen wegen Hautkrebs behandelt – mehr als doppelt so viele wie noch vor einem Jahrzehnt. Experten warnen, dass sowohl UVA- als auch UVB-Strahlen schwere Folgen haben können, von dauerhaften Hautschäden bis hin zu Krebs.
Die Sonne sendet drei Arten ultravioletter Strahlung aus: UVA, UVB und UVC. Während die Ozonschicht alle UVC-Strahlen abblockt, dringt UVA-Strahlung an klaren Tagen fast ungehindert bis zur Erdoberfläche durch. UVB-Strahlung wird zwar teilweise von der Atmosphäre absorbiert, verursacht aber dennoch Sonnenbrand und langfristige Schäden. Beide Strahlungsarten gelten laut Gesundheitsbehörden als krebserregend.
Um die Risiken zu minimieren, empfehlen Dermatologen drei zentrale Maßnahmen: die Sonne während der Mittagsstunden zu meiden, schützende Kleidung zu tragen und Sonnencreme zu verwenden. Der europäische Kosmetikverband COLIPA (European Cosmetic and Perfumery Association) hat sogar ein „UVA-Siegel“ eingeführt, das Produkte kennzeichnet, die sowohl vor UVA- als auch UVB-Strahlung schützen. Entscheidend ist jedoch die richtige Anwendung – für vollständigen Schutz sind zwei Milligramm Creme pro Quadratzentimeter Haut nötig.
Doch nicht alle Sonnencremes sind unbedenklich: Einige chemische Filter wie Benzophenon werden von der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) als „möglicherweise krebserregend“ eingestuft. Andere können Allergien auslösen oder unerwünschte Weichmacher enthalten. Trotz dieser Bedenken bleibt Sonnencreme ein unverzichtbarer Schutz gegen die steigende UV-Belastung.
Die dramatisch gestiegenen Hautkrebsfälle in Deutschland spiegeln die wachsende Gefahr durch UV-Strahlung wider. Der Klimawandel verschärft die Exposition – Sonnenschutz wird damit dringender denn je. Auch wenn Sonnencremes gewisse Risiken bergen, raten Experten weiterhin zu ihrer Nutzung als Teil einer umfassenden Schutzstrategie.






