Immer weniger Minijobber schaffen den Sprung in feste Arbeitsverhältnisse
Marie GüntherImmer weniger Minijobber schaffen den Sprung in feste Arbeitsverhältnisse
Immer weniger Minijobber in Deutschland schaffen den Übergang in eine reguläre Beschäftigung – im Vergleich zu den Vorjahren. Aktuelle Zahlen zeigen einen deutlichen Rückgang der Übergänge seit 2017. Experten und Politiker führen schwache Arbeitsmarktbedingungen und unzureichende Anreize als Hauptgründe für diesen Rückgang an.
2017 gelang es noch 102.084 Menschen in Minijobs, in eine Vollzeit- oder reguläre Teilzeitstelle zu wechseln. Im selben Jahr schafften 27,1 Prozent der Bezieher von ergänzenden Sozialleistungen diesen Schritt. Doch bis September 2025 sind die Zahlen deutlich gesunken.
Nur 50.831 Minijobber haben in diesem Jahr bisher den Wechsel in eine reguläre Beschäftigung geschafft. Die Bundesagentur für Arbeit rechnet für 2025 mit insgesamt rund 67.775 Übergängen – fast 35.000 weniger als 2017. Auch der Anteil der Sozialleistungsempfänger, die den Schritt wagen, ist von 27,1 auf nur noch 18,6 Prozent gefallen.
Politiker haben sich zu dem Rückgang geäußert. Hülya Düber, CSU-Abgeordnete im Bundestag, machte das Fehlen von Anreizen im System für die sinkende Bereitschaft zum Wechsel verantwortlich. Jan Feser von der AfD kritisierte unterdessen die Bundesagentur für Arbeit und warf ihr vor, die Arbeitslosigkeit nicht wirksam zu bekämpfen.
Der Rückgang der Übergänge von Minijobs in reguläre Beschäftigung unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt. Da immer weniger Beschäftigte diesen Schritt schaffen, wächst der Druck auf die Politik, Hindernisse abzubauen und die Anreize zu verbessern. Die Bundesagentur für Arbeit hat den Trend bereits mit der allgemeinen wirtschaftlichen Schwäche in Verbindung gebracht.






