23 April 2026, 02:05

Grüne fordern rasche Reform der deutschen Nachrichtendienste am BND-Jubiläum

Handgeschriebener Brief der deutschen Regierung an den Präsidenten der Vereinigten Staaten mit sichtbaren Wasserzeichen.

Grüne fordern rasche Reform der deutschen Nachrichtendienste am BND-Jubiläum

Die Grünen haben die Bundesregierung aufgefordert, die Reformen der deutschen Nachrichtendienste zu beschleunigen. Der Vorstoß fällt mit dem 70. Gründungsjubiläum des Bundesnachrichtendienstes (BND) zusammen. Konstantin von Notz, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen im Bundestag, warf den Ministern vor, in dieser Frage keine klare Führung zu zeigen.

Von Notz kritisierte, dass die Regierung bisher keine konkreten Vorschläge zur Aktualisierung des BND-Gesetzes oder des Gesetzes über den Verfassungsschutz (BfV) vorgelegt habe. Er betonte, dass die Reform nicht nur überfällig, sondern auch eine verfassungsrechtliche Notwendigkeit sei. Ohne ein modernes rechtliches Rahmenwerk könnten die Behörden ihrer täglichen Arbeit nicht wirksam nachkommen, so seine Argumentation.

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Er verwies zudem auf die entscheidende Rolle eines starken Auslandsnachrichtendienstes für die Sicherheit Deutschlands. Nach Ansicht von Notz gefährdet das aktuelle Reformstillstand die Handlungsfähigkeit von BND und BfV, da ihnen die notwendige rechtliche Klarheit fehle. Die Untätigkeit der Regierung habe die Dienste ohne die politische Rückendeckung zurückgelassen, die sie für ihre Arbeit benötigten, erklärte er.

Die Grünen setzen sich seit Langem für Änderungen ein, um sicherzustellen, dass die Arbeit der Nachrichtendienste verfassungskonform erfolgt. Von Notz warnte, dass weitere Verzögerungen die Fähigkeit der Behörden untergraben könnten, auf sich wandelnde Sicherheitsbedrohungen angemessen zu reagieren.

Der Reformaufruf fällt mit dem 70-jährigen Bestehen des BND zusammen. Von Notz machte deutlich, dass die Anpassung des rechtlichen Rahmens nun Priorität habe. Ohne zügiges Handeln, so seine Überzeugung, würden die Nachrichtendienste weiterhin unter veralteten und rechtlich unsicheren Bedingungen arbeiten müssen.

Quelle