21 March 2026, 02:04

Grenzüberschreitendes Projekt GeKo Rhein Wupper jagt Sozialbetrüger und organisierte Kriminalität

Schwarzes und wei├čes Schild an einem Geb├Ąude mit der Aufschrift "Bitte Nolitterin' Versto├čer Werden Verfolgt Keine Entsorgung".

Grenzüberschreitendes Projekt GeKo Rhein Wupper jagt Sozialbetrüger und organisierte Kriminalität

Neues grenzüberschreitendes Projekt GeKo Rhein Wupper startet gegen organisierte Kriminalität und Sozialbetrug

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Ein neues kommunales Verbundprojekt mit dem Namen GeKo Rhein Wupper hat seine Arbeit aufgenommen, um grenzüberschreitend gegen organisierte Kriminalität und Sozialbetrug vorzugehen. Mit Sitz in Wuppertal vereint die Initiative zehn Städte, die künftig Echtzeitdaten austauschen und präventiv handeln wollen. Letzte Woche erfolgte der offizielle Start – unterstützt durch Landesmittel, um die Zusammenarbeit der lokalen Behörden zu stärken.

Bei der ersten großen Aktion unter der Leitung von Oliver Konsierke wurden in Langenfeld gefälschte Meldeadressen aufgedeckt. Die Ermittler stießen in Reusrath auf 12 Scheinwohnsitze, die allesamt auf EU-Bürger aus Osteuropa registriert waren. Die Betroffenen werden nun abgemeldet.

In einem weiteren Objekt in Richrath kamen zusätzliche Verstöße ans Licht, darunter eine vorgetäuschte Vaterschaft und illegale Baumaßnahmen. Zudem stellten die Behörden nicht genehmigte Nutzungsänderungen von Wohnraum fest – ein Verstoß gegen das Wohnraumstärkungsgesetz.

An einem dritten Standort gab es Hinweise darauf, dass Scheinanmeldungen genutzt wurden, um Einwanderungsregeln zu umgehen. Die Aufenthaltsstatus von sieben weiteren Personen werden derzeit überprüft; es besteht der Verdacht auf nicht angemeldete Beschäftigungsverhältnisse.

Am Projekt GeKo Rhein Wupper beteiligen sich aktuell zehn Städte: Wuppertal, Solingen, Remscheid, Velbert, Mettmann, Haan, Hilden, Langenfeld, Leichlingen und Radevormwald. Langfristig könnte der Verbund auf weitere Kommunen im Rhein-Wupper-Kreis ausgeweitet werden, etwa Hückeswagen oder Burscheid.

Die ersten Ergebnisse der Initiative zeigen systematische Probleme bei Wohnsitzbetrug und illegalen Wohnverhältnissen auf. Durch den Austausch von Ressourcen und Erkenntnissen wollen die beteiligten Städte kriminelle Netzwerke zerschlagen und die Einhaltung des Wohnraumsrechts durchsetzen. Die Verantwortlichen betonen, dass eine engere Zusammenarbeit zwischen den Behörden entscheidend für den Erfolg des Projekts sein wird.

Quelle