Grausamer Fund in Bodelshausen: Rehkitze mit zugeklebtem Maul sterben nach Tierquälerei
Noah KrügerGrausamer Fund in Bodelshausen: Rehkitze mit zugeklebtem Maul sterben nach Tierquälerei
Verendetes Rehkitze mit zuggeklebtem Maul in Bodelshausen entdeckt – Tierquälerei im Tübinger Landkreis
In Bodelshausen (Landkreis Tübingen) wurde ein junges Reh mit grausam zugeklebtem Maul entdeckt. Anwohner fanden das verletzte Tier am 20. Juni in einem Garten in der Schlehenweg-Siedlung. Die Behörden ermitteln nun wegen des Verdachts auf Tierquälerei.
Das Rehkitze, das weder richtig fressen noch trinken konnte, war mit Klebeband fest um die Schnauze gewickelt worden. Retter griffen schnell ein, entfernten das Band und setzten das Tier in der Nähe einer Hecke am Waldrand frei. Trotz der Hilfe verendete das Reh wenige Tage später – nicht weit von der Stelle entfernt, an der es erstmals gesichtet worden war.
Tierquälerei ist in Deutschland nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes eine Straftat. Verurteilte müssen mit Geldstrafen oder Haft bis zu drei Jahren rechnen. Die Tierrechtsorganisation PETA hat sich eingeschaltet und bietet eine Belohnung von 2.050 Euro für Hinweise, die zur Ergreifung des Verantwortlichen führen.
Studien deuten auf einen besorgniserregenden Zusammenhang zwischen Tiermisshandlung und allgemeiner Gewaltbereitschaft hin. Der Aggressionsexperte Dr. Christoph Paulus schätzt, dass 80 bis 90 Prozent der extrem gewalttätigen Straftäter eine Vorgeschichte von Tierquälerei aufweisen.
Die Ermittlungen laufen noch. Die Behörden rufen Zeugen auf, sich mit Informationen zu melden. Der Tod des Rehkitzes zeigt die dramatischen Folgen von Tierquälerei auf. Mit der ausgesetzten Belohnung hofft PETA, Zeugen zur Mitarbeit bei der Überführung des Täters zu bewegen.






