12 April 2026, 14:09

Europas Flugbranche setzt auf nachhaltige Kraftstoffe – und übertrifft eigene Ziele

Grüner Hintergrund mit fetter weißer Schrift, die 'netto-null-Emissionen bis 2050' liest.

Europas Flugbranche setzt auf nachhaltige Kraftstoffe – und übertrifft eigene Ziele

Europas Vorstoß für nachhaltige Flugkraftstoffe gewinnt an Fahrt

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Die Nutzung nachhaltiger Flugkraftstoffe (Sustainable Aviation Fuel, SAF) in Europa hat 2024 deutlich an Tempo gewonnen – der Anteil verdoppelte sich im Vergleich zum Vorjahr. Im vergangenen Jahr stammten bereits 2 % des Kerosins an regionalen Flughäfen aus nachhaltigen Quellen, ein Anstieg von nur 0,6 % im Jahr 2023. Steigende Ölpreise und Lieferengpässe aufgrund geopolitischer Spannungen unterstreichen zudem die Dringlichkeit von Alternativen zu herkömmlichem Flugbenzin.

Die Europäische Union hatte für 2025 ein Ziel von 2 % SAF-Anteil festgelegt – ein Wert, der nun voraussichtlich bereits übertroffen wurde. Wie ein hochrangiger EU-Vertreter bestätigte, liege Europa bereits über dieser Marke. Die Vorgabe soll bis 2030 auf 6 % steigen, wobei für synthetische eSAF-Kraftstoffe strengere Regeln gelten: Ab 2030 sind 1,2 % vorgeschrieben, bis 2035 soll der Anteil auf 5 % klettern.

Die Airline-Vereinigung Airlines for Europe (A4E) hatte die Regulierungsbehörden aufgefordert, die eSAF-Vorgaben zu lockern, und verwies dabei auf hohe Kosten und begrenzte Verfügbarkeit. Die Europäische Kommission machte jedoch deutlich, dass die Quote nicht gesenkt werde. Stattdessen arbeite man daran, nachhaltige Kraftstoffe bezahlbarer und leichter zugänglich zu machen.

Florian Guillermet, Direktor der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA), unterstrich diese Position. Er bestätigte, dass die eSAF-Vorgabe unverändert bleibe, und zeigte sich zuversichtlich, dass Europa das 2%-Ziel für 2025 erreichen oder sogar übertreffen werde. Ein EU-Vertreter betonte zudem, wie wichtig es sei, am bisherigen Kurs festzuhalten – schließlich habe sich der aktuelle Ansatz bisher als erfolgreich erwiesen.

Trotz Bedenken der Branche wegen Kosten und Verfügbarkeit halten die EU-SAF-Ziele weiter stand. Da die Nachfrage die Erwartungen bereits übertrifft, konzentrieren sich die Regulierungsbehörden nun darauf, den Übergang zu umweltfreundlicherem Flugbenzin planmäßig voranzutreiben. Die nächste Hürde – eine 6%-SAF-Quote bis 2030 – erfordert jedoch weitere Investitionen und Innovationen.

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