11 April 2026, 20:04

Deutsche Bahn 2025: Leichte Umsatzsteigerung, aber Milliardenverluste bleiben

Alte Karte des Basel-Strasburg-Gebiets in Deutschland, die das Ausmaß einer Eisenbahnlinie mit Text und Linien hervorhebt.

Deutsche Bahn 2025: Leichte Umsatzsteigerung, aber Milliardenverluste bleiben

Die Deutsche Bahn AG hat für das Jahr 2025 gemischte Finanzzahlen vorgelegt: Während die Umsätze leicht stiegen, bleiben die Verluste bestehen. Vorstandsvorsitzende Evelyn Palla treibt eine umfassende Umstrukturierung voran, um die Rentabilität zu steigern – mit Stellenabbau und Änderungen im Service. Gleichzeitig kämpft das Unternehmen weiterhin mit Verzögerungen bei zentralen Infrastrukturprojekten wie Stuttgart 21.

Unter Pallas Führung hat die Bahn ihren Vorstand verschlankt und mehrere Führungskräfte abberufen. Weitere Restrukturierungsmaßnahmen sind für dieses Jahr geplant, um die Abläufe effizienter zu gestalten. Der operative Gewinn verbesserte sich um 630 Millionen Euro auf 297 Millionen Euro im Jahr 2025. Dennoch blieb das Nettoergebnis mit minus 2,3 Milliarden Euro im Minus – vor allem wegen Abschreibungen im Fernverkehr.

Die Umsätze stiegen um drei Prozent auf rund 27 Milliarden Euro, doch Palla warnte vor rückläufigen Erträgen in der Zukunft. Großprojekte wie der seit Langem verzögerte Bahnknoten Stuttgart 21 werden sich bis 2036 hinziehen; ein neuer Inbetriebnahmetermin wird nicht vor dem Sommer erwartet.

Unterdessen hat Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder 22 Maßnahmen vorgeschlagen, um die Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit des Schienenverkehrs zu erhöhen. Kritiker bemängeln jedoch, dass einige Schritte – etwa die Reduzierung von Bahnsteigkapazitäten – zu weniger Verbindungen führen könnten. Die Güterverkehrstochter DB Cargo streicht 6.200 der 25.000 Arbeitsplätze, während unrentable Transportleistungen bereits eingestellt wurden.

Die Deutsche Bahn steht vor der Herausforderung, die finanzielle Erholung mit tiefgreifenden betrieblichen Veränderungen in Einklang zu bringen. Stellenabbau, Serviceanpassungen und verzögerte Infrastrukturvorhaben werden die Zukunft des Konzerns prägen. Eine Aktualisierung des Zeitplans für Stuttgart 21 wird frühestens Mitte 2026 erwartet.

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