21 April 2026, 06:04

Bundeswehr besucht Schulen 2.013 Mal – Kritik an wachsendem Militär-Einfluss

Ein Buch, das militärische Uniformen der deutschen Armee in bunten Farben zeigt, mit detaillierten Darstellungen von Helmen, Gewehren und anderen Waffen.

Bundeswehr besucht Schulen 2.013 Mal – Kritik an wachsendem Militär-Einfluss

Die deutschen Streitkräfte, die Bundeswehr, haben im ersten Quartal 2024 insgesamt 2.013 Mal Schulen besucht. Dies stellt einen deutlichen Anstieg in den letzten Jahren dar und stößt bei einigen Politikern auf Kritik. Nicole Gohlke, bildungspolitische Sprecherin der Linken, hat sich gegen diesen wachsenden Trend ausgesprochen.

Bayern verzeichnete mit 562 Einsätzen von Bundeswehrvertretern die höchste Zahl an Schulbesuchen. Nordrhein-Westfalen folgte mit 291 Terminen, während Baden-Württemberg 219 Besuche zählte. Auch Niedersachsen war mit 269 Veranstaltungen in Bildungseinrichtungen stark vertreten.

Die Bundeswehr ist zwar gesetzlich berechtigt, Schulen zu betreten, darf jedoch nicht aktiv Schüler für den Militärdienst anwerben. Trotz dieser Einschränkung argumentiert Gohlke, dass uniformierte Jugendoffiziere und Berufsberater als strategische Instrumente dienten. Ihre Präsenz trage dazu bei, Minderjährige auf strukturierte Weise mit dem Militär vertraut zu machen, so ihre Kritik.

Neben Schulen führte die Bundeswehr im selben Zeitraum auch 20 Besuche an Hochschulen im ganzen Land durch.

Die Zahlen zeigen einen klaren Anstieg der militärischen Interaktion mit jungen Menschen in Bildungseinrichtungen. Während die Bundeswehr betont, dass es sich um reine Informationsveranstaltungen handle, stellen Kritiker wie Gohlke die langfristigen Auswirkungen auf die Schüler infrage. Angesichts der steigenden Zahlen dürfte die Debatte über die Präsenz des Militärs an Schulen weiter anhalten.

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