20 April 2026, 16:05

Bundestag lehnt Kürzungen beim Unterhaltsvorschuss fast einstimmig ab

Plakat mit dem Text "Beende den Job: Gesundheit sollte ein Recht sein, nicht ein Privileg" und einer Karte mit der Aufschrift "Mach niedrigere Gesundheitskosten permanent und schließe die Lücke in der Versorgung für amerikanische Familien."

Bundestag lehnt Kürzungen beim Unterhaltsvorschuss fast einstimmig ab

Pläne zur Kürzung der Unterhaltsvorschusszahlungen haben im Bundestag breiten Widerstand ausgelöst. Kritiker warnen, dass die Einschnitte Kinder und Alleinerziehende treffen würden, die auf diese finanzielle Unterstützung angewiesen sind. Das System, das 2017 reformiert wurde, sichert Zahlungen, wenn ein Elternteil seinen Verpflichtungen nicht nachkommt.

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Die Reform von 2017 erweiterte den Anspruch auf Unterhaltsvorschuss und erhöhte das Höchstalter der Kinder von 12 auf 18 Jahre. Zudem wurde die bisherige sechjährige Bezugsdauer aufgehoben. Seither haben sich die Kosten nach Angaben der Kommunen vervierfacht.

Jasmina Hostert, familienpolitische Sprecherin der SPD, lehnt jegliche Kürzungen entschieden ab. Sie betont, dass die Leistungen eine unverzichtbare Absicherung seien, wenn Eltern sich ihrer finanziellen Verantwortung entzögen. Hostert forderte zudem schärfere Maßnahmen gegen säumige Eltern, die zwar Unterhalt zahlen könnten, sich aber weigerten.

Heidi Reichinnek, Vorsitzende der Linken, bezeichnete die geplanten Kürzungen als "absoluten Skandal". Sie warnte, diese würden Familien weiter in die finanzielle Not treiben und langfristig höhere Kosten verursachen. Misbah Khan, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen, unterstützte diese Bedenken und erklärte, die Einschnitte würden Hunderttausende Kinder und Alleinerziehende direkt betreffen.

Sogar Martin Reichardt, familienpolitischer Sprecher der AfD, sprach sich gegen die Pläne aus. Er argumentierte, dass Einsparungen in anderen Bereichen erfolgen müssten – nicht auf Kosten der Unterstützung für bedürftige Familien.

Die Vorschläge stoßen im Parlament auf fast einhellige Ablehnung. Abgeordnete betonen, dass der Unterhaltsvorschuss unverzichtbar sei, um das Wohl von Kindern zu schützen. Ohne diese Leistungen drohten vielen Familien akute finanzielle Engpässe und langfristige Instabilität.

Quelle