Bundesrat erlaubt Städte eigene Kfz-Kennzeichen zu führen – wer profitiert?
Johanna JägerBundesrat erlaubt Städte eigene Kfz-Kennzeichen zu führen – wer profitiert?
Am 6. März 2026 hat der Bundesrat eine neue Regelung zu Kfz-Kennzeichen verabschiedet. Die Entscheidung ermöglicht mittelgroßen Städten, eigene lokale Unterscheidungsbuchstaben einzuführen. Der Beschluss geht auf einen Vorschlag zurück, den zunächst Hessen vorgelegt und später Baden-Württemberg unterstützt hatte.
Die Neuregelung ebnet den Weg für Städte, individuelle Kfz-Kennzeichen zu nutzen. In Baden-Württemberg haben Bad Krozingen und Waldkirch bereits die Einführung eigener Kürzel vorangetrieben. Bad Krozingen strebt die Kombination BKR an, während Waldkirch sich für WAL entschieden hat.
Beide Städte drängen nun auf eine zügige Umsetzung, um die Änderungen ohne Verzögerung einzuführen. Albstadt plant unterdessen, über das Thema abzustimmen, sobald der rechtliche Rahmen finalisiert ist. Weitere vorgeschlagene Kürzel sind MÜA für Mühlacker, NAG für Nagold, NC für Neckarsulm, RAP für Bad Rappenau, BWA für Bad Waldsee und BIB für Bietigheim-Bissingen. Diese haben jedoch noch keine offizielle Genehmigung erhalten.
Bundesweit haben bereits über 100 Städte Interesse an eigenen Sonderkennzeichen angemeldet. Sollte die Regelung vollständig umgesetzt werden, könnten die Änderungen rund 10,5 Millionen Einwohner betreffen.
Die Entscheidung des Bundesrats markiert einen Schritt hin zu mehr Flexibilität bei der Fahrzeugzulassung auf lokaler Ebene. Städte wie Bad Krozingen und Waldkirch warten nun auf die nächsten Schritte, um ihre gewählten Kürzel einführen zu können. In den kommenden Jahren könnten Dutzende Gemeinden eigene Kennzeichen erhalten.






