31 March 2026, 14:06

Bielefelds neues Jugendgerichtszentrum setzt auf Prävention statt Strafe

Gruppe von Kindern auf einem Basketballfeld mit Papiertüten in den Händen, mit Vorräten auf dem Boden und einer Tafel mit Text links daneben, vor dem Hintergrund von Zäunen, Pfosten, Straßenlaternen, Bäumen, Gebäuden, Hügeln und Himmel.

Bielefelds neues Jugendgerichtszentrum setzt auf Prävention statt Strafe

In Bielefeld hat ein neues Jugendgerichtszentrum seine Türen geöffnet – es ist bereits die achte Einrichtung dieser Art in Nordrhein-Westfalen. Das Zentrum soll jungen Straftätern helfen, rechtliche Grenzen zu verstehen, und ihnen gleichzeitig maßgeschneiderte Unterstützung bieten. Die Behörden hoffen, dass dieser Ansatz die Rückfallquote unter Jugendlichen in der Region senkt.

Das Konzept der Jugendgerichtszentren entstand 2009 in Köln, gefolgt von Paderborn im Jahr 2012. Die Einrichtung dort begleitet seitdem jährlich rund 50 junge Menschen. Nun schließt sich Bielefeld dem Netzwerk an, und eine weitere Einrichtung in Duisburg ist geplant.

Am neuen Standort in der Nähe des Bielefelder Hauptbahnhofs werden Staatsanwaltschaft, Polizei und Jugendhilfe eng zusammenarbeiten. Jeder junge Straftäter wird vor der Aufnahme in das Programm individuell bewertet. Die ausgewählten Teilnehmer erhalten eine intensive Betreuung, darunter feste Ansprechpartner und Fördermaßnahmen.

Im Mittelpunkt steht es, Jugendlichen schnell die Konsequenzen ihres Handelns vor Augen zu führen. Allerdings gibt es keine konkreten Daten darüber, wie viele junge Menschen dadurch von weiteren Straftaten abgehalten werden. Auch zu den Erfolgsquoten der bestehenden Zentren in Sachen Kriminalprävention oder langfristiger Wirkung liegen keine belastbaren Zahlen vor.

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Das Bielefelder Zentrum orientiert sich an einem Modell, das in ganz Nordrhein-Westfalen bereits etabliert ist. Zwar bleibt abzuwarten, welche Wirkung es entfalten wird, doch der Ansatz setzt auf frühe Intervention und abgestimmte Hilfsangebote. Das Ziel ist klar: Durch strukturierte rechtliche und soziale Unterstützung sollen junge Straftäter davon abgehalten werden, erneut straffällig zu werden.

Quelle