20 April 2026, 02:04

Berlin plant dritte Internationale Bauausstellung von 2034 bis 2037

Detailierte alte Karte des Sachsenplatz-Parks in Berlin, Deutschland, mit beschreibenden Textanmerkungen.

Berlin plant dritte Internationale Bauausstellung von 2034 bis 2037

Berlin wird von 2034 bis 2037 seine dritte Internationale Bauausstellung (IBA) ausrichten. Die Entscheidung des Berliner Senats stößt beim Architekten- und Ingenieurverein Berlin-Brandenburg (AIV) auf Zustimmung. Die Vereinigung sieht darin die Chance, drängende städtische Herausforderungen mit innovativen Ideen und mutigem Design anzugehen.

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Der AIV betont das Potenzial der IBA, die Gebiete entlang des Berliner S-Bahn-Rings neu zu gestalten. Diese Übergangsbereiche zwischen Innenstadt und äußeren Bezirken wirken oft zersiedelt und wenig zusammenhängend. Der Verband erhofft sich vom Projekt eine Stärkung der Nachbarschaftsverbindungen sowie die Schaffung attraktiverer Wohnräume.

Die letzte Berliner IBA, die zwischen 1979 und 1987 stattfand, setzte Maßstäbe für die Stadtentwicklung. Nun fordert der AIV, dass die neue Ausgabe an dieses Erbe anknüpft – mit klaren Zielen und ehrgeizigen Rahmenbedingungen. Ohne diese droht die Ausstellung ihr transformatives Potenzial zu verfehlen.

Die Entscheidung des Senats, die IBA statt einer Olympiabewerbung voranzutreiben, wirkt strategisch durchdacht. Während die IBA konkrete Pläne vorweisen kann, fehlen beim Olympia-Projekt selbst grundlegende Konzepte oder visuelle Entwürfe. Auch finanzielle Überlegungen könnten eine Rolle spielen, da Großveranstaltungen wie die Olympischen Spiele in der Regel deutlich höhere Investitionen erfordern.

Der Zeitrahmen der IBA erstreckt sich von 2034 bis 2037 und gibt der Stadt damit Jahre, um ihr Vorgehen zu verfeinern. Bei Erfolg könnte sie Teile des Berliner Stadtbilds neu prägen und neue Standards für nachhaltiges, inklusives Design setzen. Die Unterstützung des AIV unterstreicht das Vertrauen in die Ausrichtung des Projekts – doch sein Einfluss wird letztlich von der Umsetzung abhängen.

Quelle