Amanda Knox unterstützt verurteilte Kindermörderin Lucy Letby – und löst Empörung aus
Noah KrügerAmanda Knox unterstützt verurteilte Kindermörderin Lucy Letby – und löst Empörung aus
Amanda Knox hat öffentlich ihre Unterstützung für Lucy Letby gezeigt, die ehemalige Krankenschwester, die wegen des Mordes an sieben Babys verurteilt wurde. Während einer Fragerunde zu ihrem Dokumentarfilm Mouth Of The Wolf wurde Knox emotional, als sie über ihre Entscheidung sprach, Kontakt zu Letby aufzunehmen. Dieser Schritt hat die Kritik der Familie von Meredith Kercher neu entfacht – jener britischen Studentin, deren Mord Knox einst selbst angelastet wurde.
Knox enthüllte, sie habe Letby einen Brief sowie ein Exemplar ihrer 2021 erschienenen Autobiografie Frei geschickt, in der sie ihr Leben nach dem Freispruch im Fall Kercher schildert. Zudem übermittelte sie ihr ihr früheres Buch Warten, bis man mir zuhört aus dem Jahr 2013. Obwohl Knox einräumte, noch nicht direkt mit Letby gesprochen zu haben, ermahnte sie sie in einer über einen Zuschauer vermittelten Botschaft, sich an der "Hoffnung" festzuhalten.
Bei der Veranstaltung kämpfte Knox mit den Tränen, als sie ihre Gründe für die Unterstützung Letbys erläuterte. Zudem moderiert sie einen Podcast, in dem sie die Beweislage im Fall Letby untersucht und dabei besonders auf das aus ihrer Sicht vorliegende Faktenmaterial des Prozesses eingeht.
Der Anwalt der Familie Kercher reagierte scharf auf Knox' Vorgehen. Er warf ihr vor, sich an Merediths Erinnerung zu "bereichern", und erklärte, die Familie empfindet mittlerweile: "Es ist genug." Die Kritik kommt Jahre nach Knox' eigenen juristischen Auseinandersetzungen, die nach einem langen Berufungsverfahren mit ihrem Freispruch endeten.
Knox' Unterstützung für Letby stößt auf sowohl Mitgefühl als auch heftige Ablehnung. Der Anwalt der Familie Kercher machte deutlich, dass diese ihre öffentlichen Äußerungen als ausbeuterisch ansieht. Unterdessen sitzt Letby nach ihrer Verurteilung zu einer lebenslangen Haftstrafe für den Mord an sieben Säuglingen weiterhin im Gefängnis.






