24 May 2026, 06:08

"Zwei Hasen auf einmal": Eine musikalische Farce zwischen Odessa und Selbstfindung

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"Zwei Hasen auf einmal": Eine musikalische Farce zwischen Odessa und Selbstfindung

Das Komediya-Theater präsentiert eine frische Interpretation von Zwei Hasen auf einmal und verwandelt die klassische Geschichte in eine lebendige musikalische Farce. Regisseurin und Choreografin Anna Feketa verlegte die Handlung vom ursprünglichen Kiew ins Odessa der 1920er-Jahre und verlieh ihr damit eine kühne neue Kulisse. Die Inszenierung verbindet Humor, bekannte Lieder und eine überraschende Wendung des traditionellen Schlusses.

Im Mittelpunkt des Stücks steht Pronja, ein naives junges Mädchen, verkörpert von Polina Loboda. Ihr Weg von der Unschuld zur Selbstfindung treibt die Handlung voran. Um sie herum herrscht das pure Chaos, wobei Chimka – gespielt von Olga Konowalowa – als einzige Stimme der Vernunft in diesem Wirrwarr fungiert.

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Die Familie Silberman trägt ihren Teil zur Farce bei: Moischa Moissejewitsch (Nikolai Ponomarjow) und Rosa Markowna (Alina Gobyrite) schmieden Pläne, um Pronjas Glück zu sichern. Ihre Bemühungen prallen jedoch auf die Streiche des schlauen Schurken Swirid Petrowitsch Golochwastow, meisterhaft dargestellt von Maxim Michaljow.

Anders als frühere Adaptionen steht diese Version für sich und verzichtet auf direkte Bezüge zum sowjetischen Film. Stattdessen werden volksmusikinspirierte Lieder wie Bubliki und Alles, was war in die Handlung eingewoben und erhalten so eine neue Bedeutung. Die Inszenierung gipfelt in einem universellen Happy End – wenn auch nicht in dem, das das Publikum erwarten mag.

Feketas Neuerzählung verändert Zeit und Ort der Geschichte, bewahrt jedoch ihren komödiantischen Geist. Die Mischung aus Musik, Farce und einem überarbeiteten Finale bietet sowohl neuen als auch wiederkehrenden Zuschauern ein frisches Erlebnis. Das Stück läuft als eigenständiges Werk, losgelöst von früheren Fassungen der Erzählung.

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