Zeiss Meditec kündigt radikale Umstrukturierung nach Umsatzrückgang an
Carl Zeiss Meditec, eine Tochtergesellschaft der deutschen Technologiegruppe Zeiss, hat ein umfassendes Umstrukturierungsprogramm angekündigt. Damit sollen Kosten gesenkt, die Profitabilität gesteigert und das Wachstum nach einem Umsatzrückgang im ersten Halbjahr 2026 neu ausgerichtet werden.
Besonders betroffen sind die Sparten Augenheilkunde und chirurgische Mikroskope, die im Vergleich zum Vorjahreszeitraum schlechter abschnitten. Dieser Rückgang trug zu einem Gesamtumsatzrückgang von 5,7 % bei. Als Reaktion darauf startet Zeiss nun ein Programm, um die Abläufe zu straffen und die Ertragskraft zu stärken.
Im Rahmen der Umstrukturierung werden Teile des Geschäfts in Länder mit niedrigeren Kosten verlegt. Zudem werden einige Produkte mit schwachen Gewinnmargen schrittweise eingestellt. Weltweit könnten in den nächsten drei Jahren bis zu 1.000 Arbeitsplätze abgebaut werden.
Die Maßnahmen werden voraussichtlich bis zu 150 Millionen Euro kosten. Das Unternehmen betont jedoch, dass die Veränderungen die Erträge nachhaltig verbessern und Mittel für Innovation sowie Wachstum freisetzen sollen.
Die Restrukturierung erfolgt vor dem Hintergrund einer nachlassenden Marktentwicklung. Durch Stellenabbau und Kostensenkungen soll das Unternehmen in den kommenden Jahren neu aufgestellt werden. Die eingesparten Mittel sollen gezielt in Bereiche mit höherem Wachstumspotenzial reinvestiert werden.






