ZDK fordert digitale Klimadatenbank für Autokäufer statt Papieretiketten
Noah KrügerZDK fordert digitale Klimadatenbank für Autokäufer statt Papieretiketten
Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) drängt auf eine grundlegende Reform der Bereitstellung von Autodaten für Käufer. Statt der bisherigen Papieretiketten fordert der Verband eine digitale "Klimadatenbank", die von den Herstellern betrieben wird. Das aktuelle System habe sich laut ZDK-Präsident Burkhard Weller nicht wie vorgesehen bewährt.
Hintergrund der Initiative ist ein Vorstoß der Europäischen Kommission zur Überarbeitung der Verordnung (EU) 2019/631, die voraussichtlich Mitte Dezember 2025 in Kraft tritt. Künftig sollen Hersteller eine zentrale digitale Datenbank mit Verbrauchswerten, Emissionen und weiteren Fahrzeugdaten führen. Händler könnten Kunden dann über QR-Codes direkt mit diesen Informationen verknüpfen; für Nutzer ohne Smartphone wären Terminals vorgesehen.
Weller betont, digitale Daten seien zuverlässiger und weniger anfällig für Schlupflöcher. Die Datenbank soll kostenfrei zugänglich sein und es Käufern ermöglichen, Modelle zu vergleichen sowie die Angaben mit dem eigenen Fahrverhalten abzugleichen. Der ZDK plädiert zudem dafür, Papieretiketten in Ausstellungsräumen und Werbung abzuschaffen und vollständig auf digitale Informationen umzusteigen.
Laut Weller käme die Umstellung Käufern, Händlern und der Umwelt zugute. Das bisherige papierbasierte System habe seine Ziele verfehlt. Wird die digitale Datenbank eingeführt, würde sich die Informationsbeschaffung zu Kraftstoffverbrauch und Emissionen für Autokäufer grundlegend ändern: Händler wären nicht mehr auf physische Etiketten angewiesen, und die Hersteller trügen die volle Verantwortung für die Aktualität der Daten. Ziel ist es, klarere und einheitlichere Informationen bereitzustellen – noch bevor die aktualisierten EU-Vorgaben greifen.






