WM-Fieber in Deutschland: Nur jeder Zweite schaltet ein – und Frauen bleiben zurückhaltend
Tobias LangWM-Fieber in Deutschland: Nur jeder Zweite schaltet ein – und Frauen bleiben zurückhaltend
Eine neue Umfrage zeigt: Das Interesse der Deutschen an der bevorstehenden Fußball-Weltmeisterschaft ist spürbar – allerdings mit unterschiedlicher Begeisterung. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung plant, Spiele live zu verfolgen. Die Erhebung gibt zudem Aufschluss über Ausgabeverhalten und historische Vergleiche.
52 Prozent der Deutschen wollen Live-Übertragungen des Turniers schauen. Davon werden 29 Prozent nur dann einschalten, wenn die deutsche Mannschaft spielt, während 23 Prozent vorhaben, alle Partien zu verfolgen.
Die Vorfreude fällt geschlechtsspezifisch unterschiedlich aus: 31 Prozent der Männer freuen sich auf das Event, bei den Frauen sind es 21 Prozent. Besonders groß ist die Begeisterung unter Fußballfans – 52 Prozent von ihnen blicken erwartungsvoll auf den Wettbewerb.
Bei Fan-Artikeln hält sich die Kaufbereitschaft in Grenzen: Bisher haben nur sieben Prozent der Deutschen WM-bezogene Produkte erworben. Am häufigsten wurden Trikots oder Kleidung (vier Prozent) sowie Fahnen oder Dekorationen (zwei Prozent) gekauft, gefolgt von anderen Fan-Artikeln (ein Prozent). 93 Prozent der Befragten haben bisher nichts in dieser Kategorie ausgegeben.
Historische Daten zeigen, dass frühere Turniere auf größeres Interesse stießen. Die WM 2018 in Russland lockte mehr Zuschauer als die aktuelle Austragung, während die Weltmeisterschaft 2022 in Katar mit 52 Prozent eine leicht geringere geplante Einschaltquote verzeichnete.
Die Umfrage belegt ein stabiles, aber selektives Interesse an der diesjährigen WM. Die Zuschauerzahlen bleiben hoch, doch der Merkantilismus hält sich stark in Grenzen. Frühere Turniere zogen jedoch eine noch größere Aufmerksamkeit des deutschen Publikums auf sich.






