Wintersturm "Elli" legt Nordeuropa lahm – Bahn, Flüge und Strom betroffen
Tobias LangWintersturm "Elli" legt Nordeuropa lahm – Bahn, Flüge und Strom betroffen
Wintersturm "Goretti" – in Deutschland "Elli" genannt – sorgt für Chaos in Nordeuropa
Orkanböen und heftige Schneefälle haben den Verkehr lahmgelegt, tausende Haushalte ohne Strom zurückgelassen und in mehreren Ländern zu Absagen geführt.
Erstmals traf der Sturm auf Frankreich, wo in der Nordwestregion 380.000 Haushalte aufgrund der Wucht der Winde ohne Strom waren. Der nationale Energieversorger EDF schaltete das Kernkraftwerk Flamanville vorsorglich vorübergehend ab. Unterdessen stellte der Flughafen Birmingham in Großbritannien wegen eines Schneesturms den gesamten Flugbetrieb ein.
In Deutschland sind die Auswirkungen besonders schwerwiegend. Die Deutsche Bahn setzte den Fernverkehr in den norddeutschen Regionen, darunter Niedersachsen und Schleswig-Holstein, komplett aus. Der Knotenpunkt Hannover, ein zentraler Verkehrsknoten, meldete die Streichung aller Züge mindestens bis Freitagmittag – mit weiteren Beeinträchtigungen bis Sonntag. Über 3.000 Kilometer Gleisstrecken sind betroffen, was Verbindungen nach Nordrhein-Westfalen und Berlin unterbricht.
Auch der Schiffsverkehr wurde in Mitleidenschaft gezogen: Das Kreuzfahrtschiff AIDAnova änderte seine Route und ließ Southampton aus, um vorzeitig nach Hamburg zurückzukehren. Im Sportbereich fiel das Bundesliga-Spiel zwischen dem FC St. Pauli und RB Leipzig aus – die erste Absage der Saison wegen starker Schneefälle.
Trotz der massiven Behinderungen relativierte Meteorologe David Menzel die Seltenheit des Sturms. Er bezeichnete ihn als typisch für die Wintermonate, auch wenn weiterhin Warnungen vor extremen Wetterbedingungen gelten.
"Goretti" hinterlässt eine Spur aus Verspätungen, Stromausfällen und abgesagten Veranstaltungen. Die Behörden beobachten die Lage weiterhin, während die Aufräumarbeiten beginnen. In den kommenden Tagen werden aktuelle Informationen zur Wiederaufnahme der Dienste erwartet.






