07 May 2026, 16:13

Weißstörche gefährden Stromnetze und Bahnstrecken in Südhessen

Zwei Weißstörche auf einem Nest vor einem Gebäude stehend, umgeben von Pflanzen, Bäumen und einem Lichtmast.

Weißstörche gefährden Stromnetze und Bahnstrecken in Südhessen

Weißstörche in Südhessen bauen vermehrt Nester auf Hochspannungsmasten und Bahninfrastruktur

In Südhessen nisten Weißstörche zunehmend auf Hochspannungsmasten und Eisenbahnanlagen. Diese Entwicklung gibt Anlass zur Sorge – sowohl für die Sicherheit der Vögel als auch für die Stabilität der Strom- und Verkehrsnetze. Besonders betroffen sind in diesem Jahr die Landkreise Groß-Gerau, Darmstadt-Dieburg und Main-Kinzig, wo die Zahl solcher Nester stark angestiegen ist.

Der wachsende Storchenbestand in Hessen führt dazu, dass immer mehr Nester an von Menschen geschaffenen Bauwerken entstehen. Einige dieser Konstruktionen wiegen mehrere hundert Kilogramm und belasten die Masten so stark, dass Einsturzgefahr besteht. Werden die Nester an Strommasten gebaut, können sie Kurzschlüsse, Brände und Stromschläge auslösen – mit Schäden in Millionenhöhe für die Netzbetreiber.

Auch die Deutsche Bahn verzeichnet vermehrt Storchennester entlang wichtiger Strecken wie den Linien 3600 und 2651. Diese bereiten betriebliche Probleme, da die Nester entfernt werden müssen, um Störungen zu vermeiden. Um das Problem einzudämmen, setzen Unternehmen auf Abschreckungsmaßnahmen wie windbetriebene Geräte und ballonartige Konstruktionen, um die Störche fernzuhalten.

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Ziel ist es, den Vögeln das Nestbauen an Masten abzugewöhnen und sie zurück zu natürlichen Standorten wie hohen Bäumen zu lenken. Präventivmaßnahmen stehen im Vordergrund, um sowohl die Sicherheit zu gewährleisten als auch den Bestand der Störche zu schützen.

Die Bemühungen, die Tiere vom Nestbau auf Masten und Gleisanlagen abzuhalten, laufen weiter. Windgetriebene Abschreckungsvorrichtungen zeigen bereits Erfolge bei der Verringerung der Risiken für Vögel und Infrastruktur. Im Mittelpunkt bleibt die Balance zwischen betrieblicher Sicherheit und dem Schutz der wachsenden Storchenpopulation in der Region.

Quelle