Warum berühmte Musiker fünf Jahre früher sterben als ihre Kollegen

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Eine Frau in einer schwarzen Jacke singt in ein Mikrofon auf der Bühne, mit einem Mann in einer Sonnenbrille und einem Stirnband, der hinter ihr ein Instrument spielt, unter einem Schild, auf dem "LA Guns" steht, und bunten Diskoleuchten.

Warum berühmte Musiker fünf Jahre früher sterben als ihre Kollegen

Berühmte Musiker leben tendenziell kürzer als ihre weniger bekannten Kollegen – das ergab eine neue Studie. Forscher der Universität Witten/Herdecke fanden heraus, dass berühmte Künstler im Schnitt fast fünf Jahre früher sterben als ihre weniger prominenten Pendants. Die Ergebnisse widerlegen lang gehegte Mythen über den sogenannten '27er-Club' und lenken den Blick auf die mit Ruhm verbundenen Risiken.

Laut der Untersuchung erreichen berühmte Musiker ein durchschnittliches Alter von 75,19 Jahren. Ihre weniger bekannten Kollegen werden hingegen etwa 79,75 Jahre alt. Diese Differenz deutet darauf hin, dass Ruhm selbst zu einem höheren Risiko für einen frühen Tod beitragen könnte.

Die Studie entkräftet zudem die Vorstellung eines 'verfluchten Alters' für Stars. Eine separate Untersuchung des British Medical Journal fand keine Belege dafür, dass frühe Todesfälle mit bestimmten Lebensjahren wie 27 oder 37 zusammenhängen. Dennoch hält sich der Mythos des '27er-Clubs' hartnäckig – oft verbunden mit prominenten Todesfällen wie denen von Brian Jones, Jimi Hendrix, Janis Joplin, Jim Morrison, Kurt Cobain und Amy Winehouse. Weitere Analysen zeigten, dass Ruhm das Sterberisiko um 33 Prozent erhöht – verglichen mit Künstlern, die nie große Bekanntheit erlangten.

Obwohl die Witten/Herdecker-Studie keine konkreten Forschernamen nennt, reiht sie sich ein in größere Projekte zur Gesundheit von Performern. Ein solches Vorhaben, 'PA.H|LIFETIME.ai', nutzt KI, um Risikoprofile zu bewerten, gibt jedoch keine detaillierten Angaben zu den beteiligten Wissenschaftlern.

Die Ergebnisse bestätigen: Ruhm verkürzt das Leben – Musiker sterben im Schnitt fast fünf Jahre früher. Gleichzeitig widerlegt die Studie die Idee eines 'Fluchs des 27er-Clubs' und verweist stattdessen auf breitere lebensstil- und berufsbedingte Risiken. Die Erkenntnisse könnten weitere Untersuchungen zu den gesundheitlichen Herausforderungen anregen, denen hochkarätige Künstler ausgesetzt sind.

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