09 May 2026, 22:04

Warken plant radikale Reform der Pflegeversicherung bis Mai 2024

Alte Werbetafel der Germania Feuerversicherungsgesellschaft mit einer Frau in der Mitte und Text, der die Dienstleistungen beschreibt.

Warken plant radikale Reform der Pflegeversicherung bis Mai 2024

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat Pläne zur Reform des deutschen Pflegeversicherungssystems angekündigt. Die seit Jahren unter finanzieller Belastung leidende Versicherung verzeichnet steigende Ausgaben bei gleichzeitig sinkenden Einnahmen. Warken will das Problem bis Mitte Mai mit neuen Vorschlägen angehen, die Kostensenkungen und Anpassungen der Beitragssätze vorsehen.

Das aktuelle Defizit in der sozialen Pflegeversicherung Deutschlands wird voraussichtlich in den nächsten zwei Jahren über 22 Milliarden Euro betragen. Warken kritisierte frühere Regierungen dafür, die Leistungen ausgeweitet zu haben, was ihrer Meinung nach das finanzielle Ungleichgewicht verschärft habe. Um die Lücke zu schließen, plant sie eine Erhöhung der Beiträge – insbesondere für Besserverdiener.

Derzeit zahlen Arbeitnehmer in das System ein, wobei eine Einkommensgrenze von 5.812 Euro pro Monat gilt. Während Warken einen größeren Teil der Last auf Spitzenverdiener verlagern möchte, schließt sie eine Abschaffung der bestehenden Pflegestufen aus. Ihre Reformen zielen darauf ab, das System zu stabilisieren, ohne die Unterstützung für diejenigen zu kürzen, die bereits Leistungen erhalten.

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Die Vorschläge der Ministerin sollen bis Mitte Mai vorgestellt werden, mit dem Ziel, weitere Erhöhungen der Pflegebeiträge zu verhindern. Falls die Änderungen genehmigt werden, würden sie eine bedeutende Wende in der Finanzierung des Systems markieren: Besserverdiener müssten höhere Abgaben leisten, während die aktuellen Leistungsniveaus unverändert blieben.

Quelle