17 March 2026, 20:04

Vom Lager zur Baustelle: Wie ein Belarusse in Deutschland seinen Weg findet

Liniengraph, der die Trends der Beschäftigungsquote in Frankreich von 2000 bis 2012 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Vom Lager zur Baustelle: Wie ein Belarusse in Deutschland seinen Weg findet

Pawel, ein 36-jähriger Koch aus Belarus, kündigte seinen Job, um im Ausland neue Chancen zu suchen. Seine erste Stelle führte ihn in ein Lager in der Nähe von Köln, wo er zwischen 1.100 und 1.300 Euro im Monat verdiente. Die Anstellung vermittelte ihm eine polnische Zeitarbeitsfirma, die er über Instagram gefunden hatte.

Doch die Arbeit im Lager brachte unerwartete Schwierigkeiten mit sich. Pawel bemerkte Lohnunterschiede – türkische Kollegen verdienten mehr als die aus Belarus. Nach einiger Zeit beschlossen er und ein Freund, weiterzuziehen.

Ihr nächstes Ziel war Hamburg, wo sie zunächst in einem Hostel unterkamen. Die Bedingungen dort waren schlecht, viele andere Gäste tranken übermäßig Alkohol. Schon nach wenigen Wochen fanden sie Arbeit als Hilfskräfte auf einer Baustelle.

Der Lohn begann bei sieben Euro pro Stunde. Nach einem Monat stieg Pawels Stundenlohn auf acht Euro. Der Wechsel vom Lager zur Baustelle bedeutete für ihn einen Schritt nach vorn – sowohl beim Verdienst als auch bei den Arbeitsbedingungen.

Pawels Weg ins Ausland begann mit einem Job im Lager und führte ihn zu besser bezahlter Arbeit im Baugewerbe. Seine Erfahrungen zeigen die vielfältigen Möglichkeiten – und Herausforderungen –, mit denen ausländische Arbeitskräfte in Deutschland konfrontiert sind. Offizielle Zahlen dazu, wie viele Belarussen außerhalb von Gastarbeiterprogrammen eine Beschäftigung suchen oder in welchen Branchen langfristig stabile Jobs zu finden sind, gibt es nicht.

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