Vollsperrung der Strecke Hamburg–Hannover: Ein Monat ohne Züge ab Juni 2023
Noah KrügerVollsperrung der Strecke Hamburg–Hannover: Ein Monat ohne Züge ab Juni 2023
Großangelegte Modernisierung einer der meistbefahrenen Bahnstrecken Deutschlands
Ab dem 1. Mai 2023 stehen auf der stark frequentierten Strecke Hamburg–Hannover umfangreiche Sanierungsarbeiten an. Die DB InfraGO startet dann mit den Bauarbeiten im Rahmen einer bundesweiten Initiative zur Verbesserung der Schieneninfrastruktur. Ab Mitte Juni wird die gesamte 163 Kilometer lange Verbindung für mehr als einen Monat komplett gesperrt.
Die erste Phase beginnt am 1. Mai 2023 mit der Vollsperrung des Abschnitts zwischen Celle und Hannover. Damit startet ein umfassendes Modernisierungsprojekt, das den Austausch von Gleisen, die Erneuerung von Weichen, die Sanierung der Oberleitungen, Brückeninstandsetzungen sowie die Aufwertung von Bahnhöfen umfasst. Aktuell ist die Strecke mit bis zu 147 Prozent Auslastung eine der am stärksten überlasteten Deutschlands.
Ab dem 14. Juni 2023 wird dann der gesamte Streckenabschnitt für den Zugverkehr geschlossen. Fern- und Güterzüge werden über Ausweichrouten geleitet, während Regionalreisende auf zusätzliche S-Bahn-Verbindungen und Ersatzbusse ausweichen können. Die Arbeiten sollen bis zum 10. Juli 2023 abgeschlossen sein.
Die aktuellen Baumaßnahmen sind Teil einer "Qualitätsoffensive", mit der die Effizienz des Schienennetzes gesteigert werden soll. Eine vollständige Sanierung des gesamten Korridors ist bereits für das Jahr 2029 geplant.
Zwar kommt es durch die Bauarbeiten zu vorübergehenden Einschränkungen, langfristig sollen die Modernisierungen jedoch die Zuverlässigkeit auf dieser stark genutzten Strecke deutlich verbessern. Nach Abschluss der Arbeiten dürften sich die Kapazitätsengpässe verringern und die Leistungsfähigkeit steigen. Bis Mitte Juli müssen sich Fahrgäste und Güterverkehrsunternehmen allerdings auf Umleitungen einstellen.






