29 June 2026, 20:09

VBU warnt vor Reform des Minijob-Systems: Höhere Kosten und weniger Netto drohen

Minijob-Reform: Baden-Württembergischer Unternehmensverband fordert Stopp

VBU warnt vor Reform des Minijob-Systems: Höhere Kosten und weniger Netto drohen

Der Verband Badischer Unternehmen und Organisationen (VBU) hat die Bundesregierung aufgefordert, ihre Pläne zur Reform des Minijob-Systems in Deutschland fallen zu lassen. Die Organisation warnt, dass Änderungen zu höheren Kosten für Arbeitgeber und einem geringeren Nettoeinkommen für Beschäftigte führen könnten.

Laut VBU spielen Minijobs eine entscheidende Rolle in Branchen wie dem Handwerk, dem Einzelhandel, der Gastronomie und den sozialen Diensten. Sie ermöglichen es Unternehmen, saisonale Spitzenzeiten und kurzfristige Personalengpässe flexibel zu bewältigen. Ohne sie müssten Betriebe mit noch größeren Arbeitskräftemängeln und einer sinkenden Wettbewerbsfähigkeit kämpfen.

Der Verband argumentiert, dass eine Abschaffung oder Einschränkung von Minijobs zu einer „versteckten Steuer- und Abgabenbelastung“ führen würde. Arbeitgeber hätten zudem mit mehr Bürokratie und weniger Flexibilität bei der Personaleinstellung zu rechnen. Für Beschäftigte würde sich das Nettoeinkommen verringern.

Statt die Reformen voranzutreiben, fordert der VBU die Regierung auf, sich auf den Abbau von Bürokratie zu konzentrieren. Notwendig seien Maßnahmen, die die Belastung für Unternehmen verringern, statt neue Herausforderungen zu schaffen.

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Eine endgültige Entscheidung über die Reform steht noch aus. Die Warnungen des VBU unterstreichen die potenziellen Risiken für Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaßen. Der Ausgang der Debatte könnte sich erheblich auf kleine und mittlere Unternehmen in ganz Deutschland auswirken.

Quelle