31 May 2026, 18:03

Unionsparteien und SPD fordern Notfallplan gegen Personalnot in Staatsanwaltschaften

Schwarz-Rot fordert gemeinsam ein "Pakt zur Rechtsstaatlichkeit"

Unionsparteien und SPD fordern Notfallplan gegen Personalnot in Staatsanwaltschaften

Unionsfraktionen von CDU/CSU und SPD drängen auf schnelle Lösungen für akuten Personalmangel in Staatsanwaltschaften

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die regierenden Fraktionen von CDU/CSU und SPD fordern dringende Maßnahmen, um den schweren Personalmangel in den Staatsanwaltschaften zu bekämpfen. Der Aufruf erfolgt vor dem Hintergrund von Warnungen juristischer Fachleute, die eine wachsende Krise im Justizsystem sehen – bundesweit fehlen demnach rund 2.000 Staatsanwältinnen und Staatsanwälte. Als Gegenmittel schlagen die Parteien einen „Pakt für den Rechtsstaat“ vor, der durch Neueinstellungen, digitale Modernisierung und Rechtsreformen Abhilfe schaffen soll.

Die Personalengpässe stoßen auf Kritik aus dem gesamten politischen Spektrum. Carmen Wegge, rechtspolitische Sprecherin der SPD, betonte die Bedeutung des Pakts, um die Lücken in der Strafverfolgung zu schließen. Sie forderte Bund und Länder zu gemeinsamer Verantwortung auf und argumentierte, ein leistungsfähiges Justizsystem sei essenziell für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit.

Günter Krings, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, unterstrich diese Position. Ein funktionierender Rechtsstaat hänge entscheidend von einer ausreichenden Anzahl an Staatsanwälten, Richtern und Gerichtspersonal ab, so Krings. Luke Hoß von der Linken schlug hingegen vor, die Arbeitsbelastung durch Streichung oder Reform von Bagatelldelikten zu verringern – damit könnten sich die Staatsanwaltschaften auf schwere Straftaten konzentrieren.

Auch aus der Opposition kamen Stellungnahmen. Stephan Brandner, zweiter parlamentarischer Geschäftsführer der AfD, machte „Jahre des politischen Versagens und mangelnde Planung“ für die Misere verantwortlich. Lena Gumnior, rechtspolitische Sprecherin der Grünen, forderte Justizministerin Eva Hubig auf, konkrete Schritte einzuleiten, um die Verfahrenstau in den Gerichten abzubauen.

Der „Pakt für den Rechtsstaat“ setzt auf ein Maßnahmenbündel: mehr Personal, digitale Aufrüstung und eine Reform des Verfahrensrechts, um Prozesse zu beschleunigen. Ziel ist es, die seit Langem bestehenden Personalengpässe im deutschen Justizsystem zu überwinden. Sollte der Pakt umgesetzt werden, wären Neueinstellungen, digitale Werkzeuge und rechtliche Anpassungen vorgesehen, um Abläufe in den Gerichten effizienter zu gestalten. Der Erfolg hängt jedoch von der Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern ab.

Quelle