Tödliches Tomatenvirus in Russland entdeckt – vier Tonnen Ware betroffen
Johanna JägerTödliches Tomatenvirus in Russland entdeckt – vier Tonnen Ware betroffen
In Krasnojarsk ist eine vier Tonnen schwere Tomatenlieferung aus China entdeckt worden, die mit einem tödlichen Pflanzenvirus infiziert ist. Die Entdeckung machte der russische Agraraufsichtsdienst Rosselkhoznadzor während einer Routinekontrolle in einem Zolllager.
Die kontaminierte Partie war im temporären Zolllager Agroterminal-Tamozhnya eingelagert. Tests bestätigten das Vorhandensein des Tomaten-Braunrugose-Fruchtvirus (ToBRFV), einer Krankheit, für die es bisher keine bekannte Heilung gibt. Sobald der Erreger nachweisbar ist, tötet er Pflanzen schnell ab und kann innerhalb einer Woche ganze Gewächshausbestände vernichten.
Das Virus breitet sich leicht durch direkten Kontakt, bestäubende Insekten wie Bienen oder verunreinigte Werkzeuge und Kleidung aus. Selbst Erde und menschliche Hände können die Infektion übertragen. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, haben die Behörden angeordnet, die gesamte Lieferung durch Verbrennung zu vernichten.
Die befallenen Tomaten werden nun verbrannt, um das Kontaminationsrisiko auszuschließen. Das Virus stellt eine ernste Bedrohung für lokale Ernten dar, da es sich rasant ausbreitet und nicht behandelbar ist. Mit der schnellen Reaktion soll verhindert werden, dass benachbarte Gewächshäuser möglicherweise verwüstet werden.






