SWR-Fehler löst Eklat mit FDP aus: AfD eingeladen, Liberale vergessen
Marie GüntherSWR-Fehler löst Eklat mit FDP aus: AfD eingeladen, Liberale vergessen
Ein Missverständnis über die Größe der Fraktionen im Landtag hat zu einem Streit zwischen dem Südwestrundfunk (SWR) und der FDP in Baden-Württemberg geführt. Eine SWR-Mitarbeiterin hatte die FDP fälschlicherweise nicht zu einer Videoaufnahme eingeladen, während die AfD berücksichtigt wurde – was Vorwürfe der Voreingenommenheit auslöste. Der Fehler wurde später vom FDP-Wohnungspolitiker Friedrich Haag aufgedeckt und hinterließ beim Sender Unsicherheit über das weitere Vorgehen.
Der Vorfall ereignete sich am 12. Februar, als eine SWR-Mitarbeiterin eine Videoaufnahme organisierte, die FDP dabei aber nicht einlud. Das Versäumnis ging auf eine Verwirrung über die relative Stärke der politischen Gruppen im Stuttgarter Landtag zurück. Haag, der wohnungspolitische Sprecher der FDP, wies umgehend auf den Fehler hin, was beim SWR-Personal für Verunsicherung sorgte.
FDP-Landesvorsitzender Hans-Ulrich Rülke kritisierte den Sender scharf und bezeichnete die Situation als eine Mischung aus 'Unwissenheit, Inkompetenz und Befangenheit'. Er forderte eine sofortige Korrektur und bestand darauf, die FDP in die Aufnahme einzubeziehen. Zudem kündigte Rülke an, jeden FDP-Mitglied aufzufordern, eine formelle Programmbeschwerde gegen den SWR einzureichen.
Der Konflikt eskaliert zu einer Zeit, in der die Beziehungen ohnehin angespannt sind. Bereits zuvor hatte die FDP rechtliche Schritte eingeleitet, um an einer TV-Debatte vor der Landtagswahl am 8. März teilzunehmen. Das Verwaltungsgericht Stuttgart wies jedoch ihren Eilantrag ab – mit Verweis auf das 'abgestufte Gleichheitsprinzip'. Umfragen hatten CDU, Grüne und AfD deutlich vorne gesehen, woraufhin die Richter die FDP-Ausschluss bestätigten. Die Partei hat ihre Rechtsmittel noch nicht ausgeschöpft, sodass die endgültige Entscheidung weiterhin offen ist.
In den verfügbaren Quellen finden sich keine weiteren öffentlichen Stellungnahmen der FDP zur Auslassung vom 12. Februar.
Der Sender steht nun unter Druck, den Fehler zu korrigieren und die Bedenken der FDP auszuräumen. Angesichts der noch anhängigen Klagen und der angekündigten Beschwerden verschärft der Vorfall die bestehenden Spannungen zwischen SWR und der Partei. Wie der Rundfunk künftig mit Einladungen vor der Wahl umgeht, könnte davon beeinflusst werden.
Court Finalizes FDP's Exclusion from SWR Debate: Legal Challenge Ends in Defeat
The FDP's legal battle over SWR debate inclusion has concluded. The Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg rejected their appeal on 24 February 2026, upholding the 'abgestuften Chancengleichheit' principle. Key details:
- The ruling confirms the FDP's exclusion from the 24 February TV debate remains unchallengeable.
- This decision closes all legal avenues for the party to overturn the initial 12 February court rejection.
- The final verdict intensifies tensions ahead of the 8 March election, with SWR now free to proceed without FDP participation.






