SWEG-Umstrukturierung droht 500 Busfahrer:innen mit Kündigungen und Standortschließungen
Noah KrügerSWEG-Umstrukturierung droht 500 Busfahrer:innen mit Kündigungen und Standortschließungen
Die Südwestdeutsche Landesverkehrs-AG (SWEG) plant eine Umstrukturierung ihres Busbetriebs, die für rund 500 Beschäftigte mögliche Entlassungen zur Folge haben könnte. Die Änderungen könnten zu Kündigungen an mehreren Standorten führen, darunter Weil am Rhein, Wiesloch und Offenburg. Die Gewerkschaft Ver.di fordert nun Schutzmaßnahmen für die betroffenen Mitarbeiter:innen.
Im Rahmen der Neuordnung sollen die Betriebsaktivitäten auf neue Tochtergesellschaften übertragen werden. Einige bestehende Standorte könnten verkleinert oder vollständig geschlossen werden. In Weil am Rhein sollen die Änderungen noch vor Jahresende in Kraft treten.
Laut dem neuen Modell müssten Beschäftigte, denen die Kündigung droht, sich möglicherweise neu auf ihre eigenen Stellen bewerben. Busfahrer:innen könnten Tarifbindungen sowie betriebliche Altersvorsorgeleistungen verlieren. Ver.di verlangt einen Sozialplan und eine Übergangslohnvereinbarung, um die Belegschaft während des Umbruchs abzusichern.
Aktuell gibt es keine Friedenspflicht, die die Forderungen von Ver.di abdeckt, da keine Tarifverträge bestehen. Engagierte Gewerkschaftsmitglieder und Betriebsratsvertreter:innen könnten zudem bei künftigen Einstellungsverfahren benachteiligt werden.
Die geplanten Veränderungen betreffen mehrere SWEG-Standorte und fast 500 Beschäftigte. Ohne vereinbarte Schutzregelungen riskieren die Mitarbeiter:innen den Verlust zentraler Arbeitsrechte und Leistungen. Ver.di setzt sich weiterhin für Absicherungen ein, während die Umstrukturierung voranschreitet.






