09 June 2026, 16:03

Stuttgart 21: Durchgangsbahnhof kommt erst 2031 – und kostet Milliarden mehr

Eisenbahn unter Druck - Was Özdemir bezüglich Stuttgart 21 fordert

Stuttgart 21: Durchgangsbahnhof kommt erst 2031 – und kostet Milliarden mehr

Stuttgart 21: Bahnprojekt erleidet erneute Verzögerung – Durchgangsbahnhof erst Ende 2031 erwartet

Das Stuttgarter Bahnprojekt Stuttgart 21 muss mit einer weiteren Verzögerung kämpfen: Der neue unterirdische Durchgangsbahnhof soll nun frühestens Ende 2031 in Betrieb gehen. Ursprünglich für 2019 geplant, sieht sich das Vorhaben seit Jahren mit Rückschlägen konfrontiert – darunter vor allem die Probleme bei der Digitalisierung des Stuttgarter Eisenbahnknotens, der als erster in Deutschland vollständig modernisiert werden soll.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Das Großprojekt, das neue Bahnhöfe, Tunnel und Brücken umfasst, sollte den Stuttgarter Hauptbahnhof in einen leistungsfähigen Durchgangsbahnhof verwandeln. Doch der Fortschritt stockt immer wieder. Bereits im November 2022 wurde die teilweise Inbetriebnahme des unterirdischen Bahnhofs auf unbestimmte Zeit verschoben – ein weiterer Dämpfer nach Jahren der Frustration.

Die Finanzierungsvereinbarungen waren 2009 unter Dach und Fach gebracht worden, die ursprünglichen Kostenschätzungen lagen bei rund 4,5 Milliarden Euro. Mittlerweile belaufen sich die Gesamtkosten jedoch auf etwa 11,3 Milliarden Euro, wobei die Deutsche Bahn die Mehrkosten allein tragen muss. Die Digitalisierungsprobleme haben sich dabei als eines der größten Hindernisse erwiesen und den Zeitplan zusätzlich durcheinandergebracht.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) kritisierte scharf die mangelnde Transparenz der Deutschen Bahn. Er forderte verlässliche Daten und verbindliche Fertigstellungstermine und warnte, dass weitere Verzögerungen „eine katastrophale Nachricht“ für die Region und die Fahrgäste wären. Özdemir bestand auf ein klares Bekenntnis, das Projekt wie geplant abzuschließen.

Der überarbeitete Zeitplan sieht nun die Eröffnung des Durchgangsbahnhofs erst für Ende 2031 vor – weit entfernt vom ursprünglichen Zieljahr 2019. Angesichts der mehr als verdoppelten Kosten und der schwierigen Umstellung auf digitale Systeme steht das Projekt weiterhin unter scharfer Beobachtung. Die Deutsche Bahn gerät zunehmend unter Druck, ihre Zusagen einzuhalten und den Fahrplan zu stabilisieren.

Quelle