11 April 2026, 02:04

Strompreise steigen im März – wer profitiert von flexiblen Tarifen und Solaranlagen?

Grafik zeigt den durchschnittlichen Kosten pro Kilowattstunde elektrischer Energie im Bundesstaat im Jahr 2022 mit zusätzlichem erklärendem Text.

Strompreise steigen im März – wer profitiert von flexiblen Tarifen und Solaranlagen?

Strompreise in Deutschland stiegen im März erneut – Haushalte spüren die Belastung

Im März sind die Strompreise in Deutschland erneut gestiegen und belasten die Haushalte mit höheren Kosten. Der Anstieg fällt zusammen mit starken Schwankungen an den Großhandelsmärkten, die vor allem durch explodierende Gaspreise im Zuge globaler Spannungen getrieben werden. Einige Verbraucher konnten ihre Rechnungen jedoch durch angepasstes Nutzungsverhalten und gezielte Stromabnahme drücken.

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Großhandelspreise schwanken – Verbraucher zahlen mehr Die Erhöhung der Stromtarife für Neukunden geht einher mit volatilen Großhandelspreisen. Anfang März gab es plötzliche Preissprünge und -einbrüche, die maßgeblich auf die steigenden Gaspreise im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt zurückzuführen sind. Diese Turbulenzen trieben die Stromkosten für viele Haushalte in die Höhe.

Kunden mit dynamischen Tarifen reagierten, indem sie ihren Verbrauch aus den teuersten Zeiten verlagerten. Besonders anpassungsfähige Haushalte – vor allem solche mit Elektroautos (E-Autos), intelligenten Stromzählern und flexiblen Tarifen – verzeichneten geringere Mehrkosten. Die besten 25 Prozent dieser Gruppe hielten ihren Preisanstieg im Vergleich zum Februar auf etwa 3 Prozent begrenzt.

Solarstrom und E-Autos lohnen sich besonders Noch besser schnitten Haushalte ab, die sowohl über Solaranlagen als auch E-Autos verfügten. Daten aus dem Jahr 2025 zeigen: Die besten 10 Prozent der Tibber-Kunden in dieser Gruppe zahlten im Schnitt nur 22 Cent pro Kilowattstunde, während Nutzer mit E-Auto, aber ohne Solaranlage 26 Cent entrichteten. Rund drei Viertel der Tibber-Haushalte mit E-Auto besaßen zudem eine Photovoltaikanlage – ein klarer Vorteil, um die Kosten zu senken.

Kritik an fossilen Energien – Smart Consumption als Lösung Edgeir Aksnes, der globale CEO von Tibber, hinterfragte die anhaltende Abhängigkeit Deutschlands von fossilen Brennstoffen. Er betonte, wie erneuerbare Energien und intelligente Verbrauchssteuerung Haushalte in Phasen hoher Preise entlasten könnten.

Flexibilität zahlt sich aus Die anpassungsfähigsten Haushalte hielten ihre Stromkosten im März auf etwa 3 Prozent Mehrkosten, während die besten unter ihnen ihre Rechnungen sogar um fast 7 Prozent senkten. Solaranlagen und intelligentes Laden spielten dabei eine Schlüsselrolle – besonders für Besitzer von E-Autos. Gleichzeitig prägen weiterhin Marktinstabilität und steigende Gaspreise die deutsche Energielandschaft.

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