30 June 2026, 22:05

Stromnetz am Limit: Wie Emmendingen die Energiewende beschleunigen will

Die Stromnetze im Süden Baden-Württembergs sind am Limit: Ausbau wird zur Schlüsselfrage

Stromnetz am Limit: Wie Emmendingen die Energiewende beschleunigen will

Regionale Verantwortungsträger und Energieexperten trafen sich in Emmendingen, um die wachsenden Herausforderungen beim Ausbau des Stromnetzes zu erörtern. Die vom Regionalverband Südlicher Oberrhein organisierte Veranstaltung brachte Netzbetreiber, Kommunen und Behörden zusammen, um über die Belastung der lokalen Infrastruktur zu diskutieren.

Der Regionalverband Südlicher Oberrhein verwies auf den raschen Anstieg von Wind- und Solarenergieanlagen. Zwar werden immer mehr Erneuerbare-Energien-Anlagen gebaut, doch viele können aufgrund begrenzter Netzkapazitäten nicht ans Netz angeschlossen werden. Auch Unternehmen sehen sich mit Verzögerungen konfrontiert, weil der Netzzugang nicht ausreicht.

Der steigende Strombedarf durch Wärmepumpen, Elektrofahrzeuge und neue Industriekunden verschärft die Situation zusätzlich. Netzbetreiber warnten, dass die bestehende Infrastruktur mit dem Tempo des Wachstums nicht Schritt halten könne. Als mögliche Lösung wurde der Ausbau großer Batteriespeicher vorgeschlagen, um Angebot und Nachfrage auszugleichen – doch auch diese benötigen zusätzliche Netzunterstützung.

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Dr. Kai-Achim Klare, Vorsitzender des Verbandes, betonte die Notwendigkeit einer besseren Abstimmung zwischen Erzeugung, Netzausbau, Speicherung und Verbrauch. Wolfgang Brucker, Geschäftsführer des Regionalverbandes, forderte eine engere Zusammenarbeit aller Beteiligten, um die Energiewende reibungslos zu gestalten. Der Regierungspräsidium Freiburg kündigte an, Genehmigungsverfahren für neue Umspannwerke, Transformatorenstationen und Stromleitungen zu beschleunigen.

Die Veranstaltung unterstrich die Dringlichkeit, den Ausbau der erneuerbaren Energien mit dem Netzausbau zu synchronisieren. Ohne schnellere Expansion und bessere Koordination könnten neue Wind- und Solarprojekte weitere Verzögerungen erfahren. Die Region will diese Probleme angehen, um ihre Energie- und Klimaziele zu erreichen.

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