Stadt finanziert sich aus der Krise: Rücklagen wachsen auf 5,5 Millionen Euro
Johanna JägerStadt finanziert sich aus der Krise: Rücklagen wachsen auf 5,5 Millionen Euro
Die Finanzlage der Stadt hat sich stetig verbessert: Die freien finanziellen Rücklagen belaufen sich im laufenden Jahr auf nahezu 5,5 Millionen Euro. Zudem verzeichnen die Verantwortlichen einen deutlichen Rückgang der kurzfristigen Verschuldung, die nun bei 448 Euro pro Einwohner liegt. Dieser Fortschritt ist das Ergebnis jahrelanger Haushaltsdisziplin und behördlicher Genehmigungen für die zukünftige Planung.
Als die Stadt 2009 die doppelte Buchführung einführte, betrug das Eigenkapital rund 166,5 Millionen Euro. Bis Ende 2024 hatte sich dieser Wert auf 130,6 Millionen Euro angepasst, wobei Prognosen bis 2026 ein Wachstum auf 139,5 Millionen Euro vorhersagen. Auch die Eigenkapitalquote ist gestiegen und liegt mittlerweile bei fast 36 %.
Der Ergebnishaushalt für 2026 sieht einen jährlichen Überschuss von 4,5 Millionen Euro vor. Weitere Prognosen deuten auf geringere Überschüsse von 1,8 Millionen Euro im Jahr 2027 und 1,4 Millionen Euro 2028 hin, bevor die Werte 2029 voraussichtlich wieder auf etwa 4,9 Millionen Euro ansteigen. Diese Schätzungen folgen auf die uneingeschränkte Genehmigung des Haushalts 2026 durch die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Rheinland-Pfalz.
Der stellvertretende Bürgermeister und Finanzdezernent Ralf Seemann bezeichnete die Entscheidung der ADD als klares Vertrauensvotum. Die Behörde selbst betonte die Bedeutung der wiederhergestellten positiven freien Rücklagen als zentrales Stabilitätsmerkmal.
Durch die finanzpolitische Strategie der Stadt konnte die Eigenkapitalposition gestärkt und die Pro-Kopf-Verschuldung reduziert werden. Mit den gesicherten behördlichen Genehmigungen und den prognostizierten Überschüssen in den kommenden Jahren konzentrieren sich die Verantwortlichen nun darauf, diesen Kurs beizubehalten. Die nächste Finanzprüfung wird zeigen, ob die gesetzten Ziele weiter auf Kurs liegen.






