SPD Baden-Württemberg wählt neue Doppelspitze nach historischer Wahlniederlage
Johanna JägerSPD Baden-Württemberg wählt neue Doppelspitze nach historischer Wahlniederlage
Nach der historischen Wahlniederlage hat die SPD in Baden-Württemberg eine neue Doppelspitze gewählt. Isabel Cadematori und Robin Mesarosch setzten sich in einer Mitgliederbefragung mit absoluter Mehrheit durch und erhielten 56,5 Prozent der Stimmen. Ihre Wahl markiert einen Kurswechsel für die Partei.
An der Umfrage beteiligten sich 46,5 Prozent der rund 30.000 SPD-Mitglieder im Land. Cadematori und Mesarosch lagen damit deutlich vor ihren Mitbewerbern Dorothea Klische-Behnke (24,5 Prozent) und Carsten Lotz (19,7 Prozent).
Die künftigen Co-Vorsitzenden wollen sich vor allem auf soziale Ungleichheit und Klimaschutz konzentrieren. Zudem planen sie, die interne Kommunikation zu verbessern und jährlich drei bis vier Kampagnen durchzuführen. Ihre Wahl soll auf einem Parteitag in Ulm an diesem Wochenende offiziell bestätigt werden.
Auslöser für den Führungswechsel war das schlechte Abschneiden der SPD bei der Landtagswahl im März, als die Partei nur 5,5 Prozent der Stimmen holte. Cadematori (38) und Mesarosch (35) werden nun gemeinsam mit dem Fraktionsvorsitzenden Sascha Binder (43) die Krise der Partei bewältigen. Dies folgt auf den Rücktritt von Leni Breymeier 2018 – trotz eines Sieg in der Mitgliederabstimmung –, woraufhin Andreas Stoch die Führung übernahm.
Sobald der Parteitag das Votum bestätigt, übernimmt das neue Führungsteam die Verantwortung. Zu den Prioritäten gehören die Bewältigung sozialer und ökologischer Herausforderungen sowie der Wiederaufstieg der Partei. Die SPD hofft, mit diesem Neuanfang die jüngste Wahlniederlage überwinden zu können.






