16 March 2026, 16:09

Spargelimporte in Baden-Württemberg brechen 2023 um 18 Prozent ein

Frische Spargelbündel auf einem Bauernmarktstand, mit einer Person im Hintergrund vor Bäumen, Gebäuden und einem klaren blauen Himmel.

Baden-Württemberg importiert weniger Spargel - Spargelimporte in Baden-Württemberg brechen 2023 um 18 Prozent ein

Baden-Württemberg verzeichnete 2023 einen Rückgang bei Spargelimporten – die Zahlen sanken um fast ein Fünftel. Gleichzeitig ging auch die regionale Ernte leicht zurück, während die Nachfrage nach grünem Spargel weiter stieg. Wetterveränderungen und angepasste Anbauzeiten spielten dabei eine entscheidende Rolle.

Im Jahr 2023 importierte Baden-Württemberg 640 Tonnen weniger Spargel als im Vorjahr – ein Rückgang um 18,3 Prozent. Die Gesamtimporte beliefen sich auf 2.900 Tonnen, deutlich weniger als in den Jahren zuvor. Spanien blieb mit einem Anteil von 52,1 Prozent Hauptlieferant, doch sein Marktanteil sank leicht, bedingt durch schwere Überschwemmungen und Ernteausfälle. Weitere wichtige Bezugsquellen waren Mexiko, Italien, Peru und Griechenland.

Auch die eigene Spargelernte der Region verringerte sich um etwa zwei Prozent und brachte 8.442 Tonnen ein. Die Bauern begannen früher als üblich mit der Ernte, was normalerweise die Abhängigkeit von Importen verringert. Dennoch ging der Pro-Kopf-Verbrauch von Spargel in der Region leicht zurück.

Gleichzeitig stieg die Nachfrage im Einzelhandel nach regionalem grünem Spargel. Deutschland ist nach wie vor stark von spanischen Importen abhängig, die 60 bis 70 Prozent des nationalen Bedarfs decken. Peru und Griechenland bleiben wichtige, wenn auch kleinere Lieferanten – Spaniens dominierende Position bleibt trotz wachsender Konkurrenz stabil.

Der Rückgang bei Importen und die kleinere heimische Ernte deuten auf einen Wandel im baden-württembergischen Spargelmarkt hin. Frühere Erntezeiten und wetterbedingte Lieferengpässe in Spanien dürften den Rückgang bei ausländischen Bezügen beeinflusst haben. Angesichts der steigenden Nachfrage nach grünem Spargel könnten sich für die regionalen Bauern jedoch neue Chancen in den kommenden Saison eröffnen.

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