Solingens Innenstadt am Scheideweg: Braucht es jetzt einen radikalen Masterplan?
Noah KrügerSolingens Innenstadt am Scheideweg: Braucht es jetzt einen radikalen Masterplan?
Solingens Innenstadt kämpft seit langem mit dem Niedergang. Leerstehende Läden, ein begrenztes Warenangebot, wenige Gastronomiemöglichkeiten und fehlende soziale Begegnungsstätten verdeutlichen die Probleme. Die Krise ist tiefgreifend und betrifft sowohl die Wirtschaft als auch das Gemeinschaftsleben.
Der Rückgang vollzog sich schleichend, mit Ursachen, die oft außerhalb Solingens Einflussbereich liegen. Der Online-Handel und die Verlagerung wichtiger Dienstleistungen in größere Städte haben dazu beigetragen. Bisherige lokale Initiativen konzentrierten sich auf Einzelprojekte und Fachstrategien – ein übergreifender Plan fehlt jedoch.
Walsken plädiert für einen Kurswechsel. Gefordert wird ein ganzheitliches Masterkonzept für den gesamten Ringschluss um die Innenstadt, das Stadtplanung, soziale Bedürfnisse, Kultur, Klima, Verkehr und Gemeinschaftsförderung vereint.
Die Entwicklung darf sich nicht auf das Zentrum beschränken. Auch Gebiete wie die Mangenberger Straße und das Werwolf-Viertel sollten einbezogen werden. Walsken betont die Bedeutung der Bürgerbeteiligung bei der Planung, schlägt aber zugleich vor, externe Expertise einzubinden, um die Diskussionen zu vertiefen.
Konkrete Maßnahmen sollen eine moderne, mobile und gut verdienende Zielgruppe anziehen. Dazu gehören engere Verbindungen zwischen der Glasernen Werkstatt und lokalen Start-ups, studentisches Wohnen sowie Beratungsangebote zu Digitalisierungsherausforderungen.
Solingens Innenstadt braucht eine umfassende Langzeitstrategie, um den Abwärtstrend umzukehren. Ein Masterplan, der mehrere Prioritäten berücksichtigt, könnte ihre Zukunft neu gestalten. Der Fokus muss von isolierten Projekten auf eine vernetzte Entwicklung des Zentrums und seiner umliegenden Viertel wechseln.
