Skandal an Uni Freiburg: 15 Jahre heimliche Kamera-Aufnahmen erschüttern Vertrauen
Johanna JägerSkandal an Uni Freiburg: 15 Jahre heimliche Kamera-Aufnahmen erschüttern Vertrauen
Versteckte Kamera-Affäre an der Universität Freiburg erschüttert die akademische Welt
Gerichtsakten vom 9. März 2026 enthüllten, dass ein ehemaliger akademischer Berater über mehr als 15 Jahre hinweg heimlich Hunderte von Frauen gefilmt hat. Der Skandal wirft schwere Fragen zur Aufsichtspflicht und zum Opferschutz an der Hochschule auf.
Die Affäre kam durch ein Gerichtsurteil ans Licht, das den langjährigen Missbrauch aufdeckte. Den Ermittlungen zufolge blieben die Taten jahrelang unentdeckt, doch die genaue Zahl der Betroffenen ist weiterhin unklar. Offizielle Stellen haben bisher nicht bestätigt, wie viele Personen sich bis zum Bekanntwerden der Vorwürfe an die Behörden oder die Universität gewandt hatten.
Die Universität Freiburg hat inzwischen versprochen, sich enger mit dem Campusleben zu vernetzen und interne Reformen umzusetzen. Dennoch ist das Vertrauen in die Institution tief erschüttert – Transparenz und Rechenschaftspflicht sind daher dringend geboten.
Die Freiburger Landtagsabgeordnete Nadyne Saint-Cast fordert eine lückenlose Aufklärung. Sie kritisiert die Universität scharf dafür, Studierende und Mitarbeiterinnen nicht ausreichend geschützt zu haben. Zu ihren Forderungen zählen strengere Schutzmaßnahmen, klarere Meldestrukturen und wirksamere Präventionsstrategien, um künftige Vorfälle frühzeitig zu verhindern.
Die Hochschule steht nun unter Druck, durch konkrete Schritte das Vertrauen zurückzugewinnen. Opferhilfe und strukturelle Veränderungen gelten als unverzichtbare nächste Schritte. Ohne überzeugende Reformen dürften die Bedenken hinsichtlich Sicherheit und Verantwortung weiter bestehen.






